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Ascom-Aktie crasht nach Gewinnwarnung

Telekomausrüster Ascom: Schwache Zahlen erwartet. Keystone

Der Telekomausrüster Ascom wird 2015 deutlich weniger Gewinn machen, als bisher erwartet wurde. Grund sind aufgeschobene Investitionen von Kunden in Nordamerika. Die Aktie geriet massiv unter Druck.

Veröffentlicht am 07.12.2015

Das Telekomtechnologie-Unternehmen Ascom erwartet für 2015 einen deutlich tieferen Gewinn als im Vorjahr. Als Grund nennt das Unternehmen aufgeschobene Investitionen seiner nordamerikanischen Kunden.

Die nordamerikanischen Mobilfunknetzbetreiber stünden unter erhöhtem Kostendruck, der ihr Investitionsverhalten für den Netzwerkbereich beeinträchtige. So habe ein bedeutender Ascom-Kunde wesentliche Investitionsvorhaben in Netzwerke für Infrastruktur- und Dienstleitungsanbieter ins Jahr 2016 verschoben.

Restrukturierungsmassnahmen eingeleitet

Für die Division Network Testing bedeute dies ein Umsatzverlust von 8 Millionen Dollar in diesem Jahr, teilte der Konzern am Montag mit. Die Division hat sich auf das Optimieren von Mobilfunknetzen spezialisiert.

Um das Testing Business der Division den neuen Marktrealitäten anzupassen und die Profitabilität massgeblich zu verbessern, seien zudem Restrukturierungsmassnahmen eingeleitet worden. Die damit verbundenen Kosten beliefen sich auf einen tieferen bis mittleren einstelligen Millionenbetrag und würden im Jahresergebnis 2015 ausgewiesen, heisst es weiter.

Aktie stürzt regelrecht ab

Einschliesslich der Restrukturierungskosten für das Testing Business erwartet die Division Network Testing einen Verlust im Rahmen eines tiefen bis mittleren einstelligen Millionenbetrages in Schweizer Franken. Dies auch, weil die deutsche Geschäftseinheit Systems & Solutions weiter hinter den Erwartungen zurückbleibe.

Die Aktien von Ascom sind unter Abgabedruck geraten. Die Titel fielen am Montag in einem festeren Markt um 16,8 Prozent auf 17,05 Franken (Stand: 9.30 Uhr). Das ist der stärkste Kurseinbruch seit Oktober 2008.

(awp/reuters/gku/ama)

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