Der Technologiekonzern Ascom hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2014 eine gegenüber dem Vorjahr schwächere Geschäftsentwicklung verzeichnet. Für den Rückgang der Geschäftszahlen macht das Unternehmen eine geringere Anzahl Grossprojekte sowie verzögerte Kundenaufträge als Hauptursachen aus.

Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz seien zudem von negativen Wechselkurseinflüssen beeinflusst worden. Die Guidance für 2014 wurde bereits anlässlich einer Gewinnwarnung im Juli nach unten angepasst. Wie damals angekündigt, geht das Unternehmen indes von einer deutlich stärkeren Geschäftsentwicklung im zweiten Semester aus.

Weniger Grossprojekte

Ascom hatte bereits Mitte Juli verschiedene Kennziffern für das erste Semester veröffentlicht. Demnach sank der Umsatz um knapp 10 Prozent auf 202,7 Millionen Franken und der Auftragseingang um knapp 12 Prozent auf 229,0 Millionen. Dabei hätten weniger Grossprojekte mit einem Umfang von über 1 Millionen Franken an Land gezogen werden können, hiess es ebenfalls bereits im Juli.

Das Book-to-Bill Verhältnis lag laut Ascom auf einem «guten» Niveau von 113 Prozent und der Auftragsbestand betrug per Ende Juni 165,0 Millionen, nach 137,3 Millionen per Ende Dezember.

Der Ebitda bildete sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 24 Prozent auf 21,3 Millionen Franken und die Ebitda-Marge um 190 Basispunkte auf 10,5 Prozent zurück. Hier sind einmalige positive Sondereffekte aus dem Nicht-Kerngeschäft enthalten. Der Reingewinn schliesslich sank um 43 Prozent auf 8,2 Millionen.

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«Enttäuschendes» Semester

Insgesamt bezeichnet Ascom das erste Semester als «enttäuschend», dies vor allem nach dem «ausgezeichneten» Geschäftsjahr 2013. Um die operative Marge wieder zu verbessern, seien in beiden Divisionen Wireless Solutions und Network Testing kontinuierlich in Wachstumsinitiativen investiert und vertiefte Marktstudien durchgeführt worden.

Für das zweite Halbjahr ist Ascom zuversichtlicher: Das zweite Semester sei traditionell stärker als das zweite, hiess es. Es seien zudem wichtige Schritte unternommen worden, um das operative Ergebnis beider Divisionen zu verbessern. Beide Divisionen verfügen zudem laut Mitteilung über eine gut gefüllte Projektpipeline und haben in den vergangenen Monaten eine stärkere Geschäftsentwicklung verzeichnet.

Prognose für Gesamtjahr bestätigt

Die im vergangenen Juli nach unten angepasste Guidance für das Gesamtjahr wird entsprechend bestätigt. Es wird mit einem Umsatz im Kerngeschäft auf Vorjahresniveau gerechnet sowie mit einer Ebitda-Marge im Bereich von 14 bis 16 Prozent.

Beim Reingewinn erwartet Ascom «unter Annahme einer starken Verbesserung der operativen Ergebnisse im zweiten Halbjahres» einen Wert im Rahmen des Vorjahr. Damals wurden unter dem Strich 36,9 Millionen Franken verdient.

(awp/dbe/ama)