Ascom will seinen Aktionären für das Jahr 2014 eine höhere Dividende von 0,45 Franken pro Aktie ausschütten nach 0,40 Franken im Jahr zuvor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 42 nach 39 Prozent im Vorjahr, wie der Technologiekonzern am mitteilt. Die Umsatz- und Gewinnzahlen des Jahres 2014 waren schon mehr oder weniger bekannt und werden nun bestätigt.

Das Unternehmen habe ein sehr starkes zweites Halbjahr verzeichnet, teilte Ascom weiter mit. Insgesamt verbesserte sich der Reingewinn im vergangenen Jahr laut den definitiven Zahlen um 4,3 Prozent auf 38,5 Millionen Franken. Der Umsatz fiel mit 448,8 Millionen Franken dagegen um 2,4 Prozent tiefer aus als im Vorjahr.

Weniger Aufträge

Der Auftragseingang ging im vergangenen Jahr ebenfalls leicht zurück und betrug noch 461,3 Millionen (-3,4 Prozent). Der Auftragsbestand liege dagegen um knapp 10 Prozent über dem Vorjahr und biete damit eine gute Grundlage für das Umsatzwachstum im Jahr 2015, betont Ascom. Der Ebitda auf Gruppenstufe legte gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent zu und betrug 69,2 Millionen Franken (2013: 67,6 Millionen). Die Ebtida-Marge belief sich auf 15,4 Prozent (2013: 14,7 Prozent).

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Tieferer Umsatz im Kerngeschäft

Im Kerngeschäft, also unter Ausklammerung der Aktivitäten im Zusammenhang mit nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften, erwirtschaftete Ascom einen um 0,4 Prozent tieferen Umsatz von 437,6 Millionen - dies entspreche einer Zunahme von 1,8 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Ascom wies im Kerngeschäft einen Ebitda von 66,5 Millionen Franken bei einer Ebitda-Marge von 15,2 Prozent aus (2013: 15,7 Prozent).

Bei den Sparten des Konzerns konnte die grössere Division Wireless Solutions den Umsatz auf 333,3 Millionen (+4,6 Prozent) erhöhen. Der Ebitda verbesserte sich auf 57,3 Millionen Franken (+7,9 Prozent). Die Sparte Network Testing musste dagegen einen Umsatzrückgang um 11 Prozent auf 119 Millionen Franken hinnehmen, der Ebitda ging um über einen Drittel auf 11,2 Millionen Franken zurück.

Zurückhaltung im Ausblick

Für das laufende Jahr bleibt das Unternehmen zurückhaltend. Zwar sei die Kostenbasis von Ascom in der Schweiz «im Wesentlichen» durch Erträge aus der Schweiz ausgeglichen. Allerdings werde die deutliche Aufwertung des Schweizer Frankens im Januar 2015 Auswirkungen im Bereich von rund 10% auf den in Schweizer Franken umgerechneten zukünftigen Umsatz, das Betriebsergebnis, den Cashflow und die Bilanz der Ascom Gruppe haben. Aus der Umrechnung der lokalen Währungen in Franken erwarte Ascom aber keine wesentlichen Folgen auf das Umsatzwachstum und die Ertragsmargen.

Die Guidance sieht für das Kerngeschäft im Jahr 2015 wie bereits bekannt ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 7 Prozent sowie eine Ebitda-Marge von 13 bis 16 Prozent vor. In den Jahren 2016 und 2017 zielt das Management auf ein Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent und eine Ebitda-Marge im Bereich von 14 bis 18 Prozent.

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(awp/chb)