Der Technologiekonzern Ascom hat im vergangenen Jahr seine selber gesteckten Ziele bei Umsatz, operativem Ergebnis und Reingewinn erfüllt. Für das laufende Jahr senkt das Management jedoch die Ziele. Ausserdem investiert das Unternehmen im Rahmen einer «Strategie 2020» in das Wachstum.

Im vergangenen Jahr erzielte Ascom einen 2,4 Prozent tieferen Umsatz von 448,8 Millionen Franken. Der Ebitda erhöhte sich leicht auf rund 69 Millionen von 67,6 Millionen und der Reingewinn auf rund 39 Millionen von 36,9 Millionen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

Umsatzrückgang im Kerngeschäft

Im Kerngeschäft, also unter Ausklammerung der Aktivitäten im Zusammenhang mit nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften, büsste Ascom 0,4 Prozent an Umsatz ein und erreichte einen Wert von 437,5 Millionen Franken. Auch der Ebitda war leicht rückläufig und kam bei rund 67 Millionen nach 68,9 Millionen zu liegen, was zu einer Marge von 15,2 Prozent führte.

Mit den Kennzahlen 2014 hat das Unternehmen seine eigenen Ziele erfüllt. Das Unternehmen peilte im Kerngeschäft einen Umsatz in der Grössenordnung des Vorjahres, eine Ebitda-Marge zwischen 14 Prozent und 16 Prozent sowie einen Reingewinn auf Vorjahresniveau an.

Guidance wird gesenkt

Für das laufende Jahr ist das Unternehmen pessimistischer als bislang. Die Guidance sieht für das Kerngeschäft neu ein organisches Umsatzwachstum von 3 Prozent bis 7 Prozent vor (bislang 5-10 Prozent) sowie eine Ebitda-Marge von 13 Prozent bis 16 Prozent vor (bislang 16-17 Prozent). Grund für die Reduktion seien zusätzliche Investitionen, die im Rahmen eines neuen Wachstumsprogramms anfallen. In den Jahren 2016 und 2017 zielt das Management auf ein Umsatzplus von 5 Prozent bis 10 Prozent und eine Ebitda-Marge im Bereich von 14 Prozent bis 18 Prozent.

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Ascom äussert sich in der Mitteilung auch zu den Folgen des SNB-Entscheids, den Mindestkurs aufzuheben. Ascom beschäftige nur noch rund 100 Personen in der Schweiz, weshalb die Folgen relativ gering seien. Wegen der Umrechnungseffekte sei jedoch beim ausgewiesenen Umsatz, dem Ebitda, Cashflow und der Bilanz ein Effekt von 10 Prozent bis 15 Prozent zu erwarten, heisst es weiter. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass es keine wesentlichen Folgen aus der Umrechnung der lokalen Währungen in Schweizer Franken auf das Umsatzwachstum und die Ertragsmargen erwarte.

(awp/ise/chb)