Pro Aktie sollen 25 Rappen entrichtet werden, wie Ascom am Mittwoch mitteilte. Der Konzern, der im vergangenen Jahrzehnt aus vielen verlustbringenden Geschäften ausgestiegen ist, sieht sich finanziell wieder als gesund an.

Konzernchef Riet Cadonau, der nach vier Jahren an der Spitze von Ascom zum Schliesstechnikkonzern Kaba wechselt, kann per Ende 2010 flüssige Mittel von 129,0 Mio. Franken und eine Eigenkapitalquote von 32,6 Prozent ausweisen.

Zum vierten Mal in Folge stieg 2010 auch der Umsatz wieder. Er nahm um 6,3 Prozent auf 571,2 Mio. Fr. zu. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz sogar um 9,5 Prozent gestiegen.

Während der Umsatz in der Divisionen Security Communications (Kommunikationsprodukte und Leitsysteme für Infrastrukturbetreiber, Sicherheitsinstitutionen und das Militär) sank, legten die Geschäfte Wireless Solutions (ausfallresistente Kommunikation etwa für die Patientenüberwachung) und Network Testing (Software zur Optimierung von Mobilfunknetzen) zu.

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Marktanteile gewinnen

In den Divisionen Wireless Solutions und Network Testing wolle Ascom stärker als der Markt wachsen, sagte der designierte neue Konzernchef Fritz Mumenthaler vor den Medien in Zürich.

Die Analysten der Bank Wegelin zeigten sich besonders über die Margensteigerung erfreut. Da die Sparten Wireless Solutions und Network Testing ihre Profitabilität deutlich verbessert hätten, könnten Spekulationen um einen Verkauf der dritten Sparte Security Communication wieder aufkommen, selbst wenn Mumenthaler eine Portfolio-Diskussion nicht für angebracht halte.

Ein Unsicherheitsfaktor für die Ascom-Aktie bleibe der geplante Verkauf des 20-Prozent-Anteils, den die Zürcher Kantonalbank am Unternehmen halte, schrieben die Wegelin-Analysten weiter.

Weitere Dividenden

Ascom wolle auch künftig eine Dividende zahlen, wenn ein Gewinn erwirtschaftet werde. Der Verwaltungsrat habe sich aber nicht auf eine Ausschüttungsquote festgelegt, sagte Finanzchef Martin Zwyssig.