Aserbaidschan bestellt 30 Triebzüge des Typs Flirt beim Thurgauer Schienenhersteller Stadler. Dies berichtet die «Handelszeitung» in ihrer neuen Ausgabe unter Berufung auf den aserbaidschanischen Transportminister Ziya Mammadov. Der Auftrag aus dem Kaukasus dürfte dem Thurgauer Schienenfahrzeughersteller einen dreistelligen Millionenbetrag bescheren. «Das Projekt wird in ein paar Monaten umgesetzt. Im Moment werden die Dokumente ausgearbeitet», sagte Transportminister Mammadov jüngst beim Besuch der Stadt Ganja gegenüber lokalen Medien.

Im Nordwesten des Landes soll Stadler zudem auf dem Areal eines Zugdepots ein modernes Montagewerk für Waggons errichten, um im Land für lokale Wertschöpfung zu sorgen.  Denn nebst den Flirt-Zügen will Stadler der aserbaidschanischen Bahngesellschaft auch Waggons verkaufen. Stadler-Sprecher Tim Büchele sagt: «Wir haben vor rund einem Jahr ein Gebot für 68 Flirt-Züge und 100 Schlafwagen abgegeben.»

Bahnlinie soll jährlich drei Millionen Passagiere befördern

Das Angebot sei allerdings noch nicht abgeschlossen. Ende dieses Jahres wird eine neue Regionalstrecke zwischen Aserbaidschan, Georgien und der Türkei eröffnet. Die Bahnline von Baku bis ins türkische Kars soll jährlich bis zu drei Millionen Passagiere befördern. Für Bau und Entwicklung der Bahnlinie hat Aserbaidschan einen Kredit über 775 Millionen Dollar aus einem Staatsfond bereit gestellt.

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