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Astag-Chef: «Deutliche Preiserhöhungen für Transporte»

Für Astag-Chef Michael Gehrken ist die Aufhebung des Nachtfahrverbots für Nutzfahrzeuge kein Thema. (Bilder: Keystone, ZVG)

Der Direktor des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbandes sagt der Wirtschaft steigende Kosten für Transporte voraus. Denn viele Firmen stossen laut Michael Gehrken bei Rationalisierungsmassnahmen an ihr

Von Markus Köchli
am 20.02.2013

Michael Gehrken, der Direktor des Schweizerischen Nutzfahrzeugverbandes Astag, geht davon aus, dass «die Wirtschaft mit deutlichen Preiserhöhungen für Transporte rechnen muss». Die Schweizer Betreiber von Nutzfahrzeugen würden, wie Gehrken gegenüber der «Handelszeitung» begründet, unter enormem Kostendruck stehen. Dieser habe 2012 aufgrund der konjunkturellen Entwicklung weiter zugenommen.

Gehrken: «Viele Transportunternehmen stossen an die Grenzen ihrer möglichen Rationalisierungsmassnahmen. Sind diese erschöpft, so ist der Unternehmer gezwungen, seine Preise zu erhöhen.» Wie stark die Tarife für Strassentransporte nach oben angepasst werden müssen, ist gemäss Gehrken noch offen.

Nachtfahrverbots kein Thema

Kostentreibend wirkt neben den seit längerer Zeit hohen Treibstoffpreisen ab 1. Januar 2014 die Einführung der Euro-6-Norm für neu in Verkehr gesetzte Dieselfahrzeuge ab 3,5 Tonnen Gewicht. Lastwagen mit der umweltfreundlichen Motorentechnologie sind in ihrer Anschaffung zwischen 10'000 und 20'000 Franken teurer als Fahrzeuge der heutigen Baureihen.

Kein Thema ist für die Astag die Aufhebung des Schweizer Nachtfahrverbots für Nutzfahrzeuge (22 bis 5 Uhr). «Hingegen könnten wir uns in den Morgenstunden eine Flexibilisierung von einer oder eineinhalb Stunden vorstellen», sagt Gehrken.

So wäre in den neuralgischen Gebieten der Güter- vor dem Pendlerverkehr unterwegs und sowohl dem Individualverkehr wie dem Gütertransport gedient. Gehrken: «Wollen wir in Zukunft unser Verkehrssystem optimal auslasten, müssen wir neue Ideen in die Diskussion einbringen.»

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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