Der britische Sportwagenbauer Aston Martin will einen Börsengang wagen. Ein entsprechendes Registrierungsdokument als Voraussetzung für den Gang auf das Parkett habe der Autobauer bei der Behörde eingereicht, teilte Aston Martin am Mittwoch mit.

Bekannt sind die Autos aus den James-Bond-Filmen, denn Agent 007 fährt häufig mit einem Aston Martin vor. Um den 20. September herum sei mit einem Börsenprospekt zu rechnen, so die endgültige Entscheidung gefallen ist. Der 1913 gegründete Luxuswagenbauer plane eine Premium-Notierung an der London Stock Exchange. Nach dem Ausverkauf von Jaguar, Bentley und Rolls-Royce wäre Aston Martin nach Jahren wieder der erste britische Autobauer an der Londoner Börse.

Wert: Rund fünf Milliarden Pfund

Wie Reuters von mit der Sache vertrauten Personen erfuhr, wird der Wert der Sportwagen-Ikone auf bis zu fünf Milliarden Pfund (5,5 Milliarden Euro) geschätzt. Das Unternehmen plane einen Streubesitz von mindestens 25 Prozent durch den Verkauf von Anteilen der überwiegend kuwaitischen und italienischen Investmentfirmen.

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Nach sechs verlustreichen Jahren hatte Aston Martin 2017 wieder Gewinne verbucht. Auf die Erfolgsspur zurück brachte Aston Martin das neue Modell DB11. Der Kultwagen-Bauer war in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte sieben Mal insolvent und gehörte bis 2007 zum amerikanischen Autobauer Ford. Derzeit ist das Unternehmen in der Hand von Investoren aus Kuwait und Italien.

(reuters/tdr)