Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat dank einer Sondereinnahme im zweiten Quartal einen Gewinnschub verbucht und seinen Ausblick für das Gesamtjahr erhöht. Nun peilen die Briten einen Umsatz - bei konstanten Währungen - in Höhe des Vorjahres an, wie AstraZeneca am Donnerstag mitteilte. Zuvor war das Unternehmen von einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Der Gewinn je Aktie vor Sonderposten soll im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zurückgehen.

AstraZeneca hatte von seinem US-Wettbewerber Pfizer für die Rechte einer frei verkäuflichen Version seines Herzmittels Nexium eine einmalige Zahlung von 200 Millionen Dollar erhalten. Nexium hatte im Mai seinen Patentschutz verloren. Bereinigt um diese Sondereinnahme sank der operative Gewinn im Kerngeschäft um ein Prozent auf 2,03 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatte AstraZeneca 2,05 Milliarden Dollar verdient.

Schätzungen übertroffen

Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg von 1,20 Dollar im Vorjahr auf 1,30 Dollar. Damit übertraf das Unternehmen deutlich die Schätzungen der Analysten. Der Umsatz kletterte im zweiten Jahresviertel um vier Prozent auf 6,45 Milliarden Dollar.

Erst im Mai hatte AstraZenca eine der grössten geplanten Firmen-Übernahmen in der Geschichte platzen lassen. Pfizer kam bei dem britischen Unternehmen nicht zum Zuge - trotz eines 117-Milliarden-Dollar-Gebots.

(awp/gku)