Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat das 106 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot vom US-Rivalen Pfizer abgelehnt. Die aufgestockte Offerte entspreche noch immer nicht dem Wert von AstraZeneca, teilte das Unternehmen am Freitag nach einer Sitzung des Führungsgremiums mit.

Sie sei in vielerlei Hinsicht unangemessen. Es gebe weiterhin keine Basis für Gespräche mit Pfizer. AstraZeneca werde durch seine Investitionen in die Entwicklung neuer Medikamente und die Produktion in Grossbritannien, Schweden und den USA den Wert für seine Aktionäre weiter erhöhen, wird Verwaltungsratchef Leif Johansson in der Mitteilung zitiert. Den Aktionären wurde empfohlen, still zu halten.

Höheres Gebot

Pfizer hatte zuvor den Druck auf das Management von AstraZeneca erhöht. Die Amerikaner hatten ein höheres Gebot auf den Tisch gelegt. Pfizer bietet 50 Pfund je AstraZeneca-Aktie oder insgesamt 63 Milliarden Pfund (106 Milliarden Dollar, 93 Milliarden Schweizer Fraken). Das sind etwa 7 Milliarden Dollar mehr als bei der letzten Offerte. An der Börse wird bereits über eine weitere Erhöhung auf 55 Pfund spekuliert. Käme die Übernahme noch zustande, wäre es der grösste Deal in der Geschichte der Pharma-Branche.

(reuters/awp/me/sim)