Die Lufthansa baut ihr Billigangebot aus. Die Tochter Germanwings bekommt eine Schwester an die Seite gestellt: die neue Low-Cost-Airline «Eurowings». Sie wird auch von Zielen ausserhalb Deutschlands starten, zuerst ab Basel. Zudem wird sie auch ihr Langstreckenangebot um Billigangebote erweitern, wie die Lufthansa Anfang Juli mitteilte.

Nun doppelt Air France-KLM nach. Der französisch-niederländische kündigte an, er wolle bald eine Strategie für den Wettbewerb mit Billigfliegern wie Easyjet und Ryanair vorstellen. Mit dem Perfom 2020 genannten Programm will das Unternehmen wieder Marktanteile von den Rivalen zurückholen.

Frachtsparte als Belastung

Im abgelaufenen Quartal hat Air France-KLM deutlich profitabler gewirtschaftet. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen (Ebitda) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Viertel auf 641 Millionen Euro. Der bereinigte Umsatz kletterte um 1,7 Prozent auf 6,45 Mrd. Euro.

Eine Belastung für Air France sind noch immer die Maschinen, die ausschliesslich Fracht befördern. Auf die Flugzeuge musste die Gesellschaft 106 Millionen Euro abschreiben. Nun wird nach einem Partner gesucht respektive der Umbau der Sparte ins Auge gefasst.