Das amerikanische Justizministerium prüfe etwaige Rechtsverstösse von GlaxoSmithKline, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. US-Firmen dürfen laut Gesetz auch bei Geschäften im Ausland keine Schmiergelder zahlen. GlaxoSmithKline ist auch als britisches Unternehmen davon betroffen, weil es an der New Yorker Börse kotiert ist.

 

Das Justizministerium in Washington schaue sich bereits die Geschäftspraktiken von GlaxoSmithKline in anderen Ländern an und tue dies nun zusätzlich im Fall der jüngsten Vorwürfe aus China, sagte ein Insider. Experten sprachen am Freitag von einem Routineschritt. Den Insiderinformationen zufolge sind die amerikanischen Ermittlungen gegen GlaxoSmithKline Teil einer umfassenden Untersuchung der Geschäftspraktiken von Arzneimittelherstellern in China. Das US-Justizministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen habe das Ministerium nach Beginn der Ermittlungen in China kontaktiert und befinde sich mit diesem weiter in Gesprächen.

Auch andere Konzerne betroffen

Die chinesischen Behörden werfen dem Konzern vor, über Reisebüros Bestechungsgelder an Ärzte geschleust zu haben. Vier chinesische Glaxo-Manager wurden von der Polizei festgenommen. Ins Visier der Ermittler gerieten in der Volksrepublik auch die Pharmakonzerne Novartis aus der Schweiz, Sanofi aus Frankreich sowie Eli Lilly aus den USA.

Anzeige

(reuters/se)