BP-Angestellte sollen Informationen von Devisenhändlern von vier Grossbanken über bevorstehende Währungsgeschäfte erhalten haben. Die «Financial Times» schrieb am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, die Untersuchung sei wegen eines Medienberichts eingeleitet worden. Mit Devisengeschäften sichern Ölkonzerne ihre Umsätze in verschiedenen Ländern gegen Währungskursschwankungen ab. Bei BP war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Im Skandal um manipulierte Devisenkurse hatten die Regulierer im Dezember erstmals hohe Strafen gegen sechs internationale Grossbanken verhängt. 4,3 Milliarden Dollar müssen Royal Bank of Scotland (RBS), HSBC, JP Morgan, Citigroup und Bank of America zusammen an die Aufsichtsbehörden in Grossbritannien und den USA zahlen. Die UBS muss der Finma in der Schweiz eine Rekordbusse von 774 Millionen Franken überweisen.

Kunden über den Tisch gezogen

Seit gut einem Jahr gehen Regulierer rund um den Globus dem Verdacht nach, dass Devisenhändler Kunden über den Tisch gezogen haben - ähnlich wie im Skandal um Manipulationen bei den Interbanken-Zinssätzen Libor und Euribor.

(sda/se)

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