Der Mobilfunkanbieter Orange hat nach Verhandlungen mit Konsumentenschutzorganisationen ein System eingeführt, das Handyabonnenten bei der Internetnutzung im Ausland vor hohen Kosten warnt.

Swisscom und Sunrise hatten ein solches System bereits 2011 eingeführt. Damit gehören Schockrechnungen nach Reisen ins Ausland für alle Mobilfunkkunden in der Schweiz der Vergangenheit an, wie die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) heute mitteilte.

Orange habe sich bereits im Frühling 2011 bei Verhandlungen mit Konsumentenschutzorganisationen verpflichtet, ein Warnsystem einzuführen. Diese Kostenwarnung sei nun «seit wenigen Tagen» aktiviert.

Manuell freischaltbar

Orange-Handynutzer werden fortan per SMS informiert, wenn ein bestimmter Betrag für die Internetnutzung im Ausland angefallen ist. Bei Erreichen einer vorher festgelegten Kostenlimite wird der Internetzugang vorsorglich gesperrt, wobei die Kunden die Internetnutzung manuell wieder freischalten können.

Die Allianz der Konsumentenschutzorganisationen zeigte sich erfreut, dass nun alle Schweizer Mobilfunkkunden von einem solchen Warnsystem profitieren können. Fälle, bei denen Konsumenten nach einem Auslandaufenthalt von Rechnungen im vierstelligen Bereich kalt erwischt werden, seien mit dem neuen System kaum mehr möglich.

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(tno/muv/sda)