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Auch RBS kurz vor Libor-Einigung

Die grösstenteils verstaatlichte Royal Bank of Scotland einigt sich wohl bald mit den Behörden. (Bild: Keystone)

Nach Barclays im Sommer und UBS im Dezember droht nun der Royal Bank of Scotland ein teuer Libor-Vergleich. Allerdings dürfte die Busse der teilverstaatlichten Bank nicht an diejenige der UBS herankom

Veröffentlicht am 10.01.2013

Die grossteils verstaatlichte britische Grossbank Royal Bank of Scotland steht im Skandal um manipulierte Libor-Zinssätze vor einer Einigung mit den Behörden in den USA und Grossbritannien. «Noch haben wir keinem Vergleich zugestimmt», sagte eine Sprecherin der Bank heute. Die Gespräche mit den Behörden seien jedoch im Gange. «Wir kooperieren voll», sagte sie.

Die BBC hatte am Donnerstag berichtet, die Bank habe sich bereits mit den Behörden geeinigt. Die zu zahlende Strafe sei höher als die 290 Millionen Pfund, die die britische Barclays Bank in gleicher Angelegenheit berappen musste. Sie bewege sich aber unterhalb der 1,4 Milliarden Franken, die die Aufsichtsbehörden der Schweizer Grossbank UBS aufgebrummt hatten. Auch die Deutsche Bank ist Gegenstand von Untersuchungen.

Händler mehrerer Grossbanken auf mehreren Kontinenten hatten den Zinssatz über Jahre zu ihren Gunsten manipuliert. Der täglich in London festgestellte Libor gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken gegenseitig Geld leihen. Er wird aber auch als Referenz-Zinssatz für eine grosse Zahl von Finanztransaktionen herangezogen, von Hypotheken für Häuslebauer bis zu komplexen Derivatgeschäften. Eine kleine Veränderung des Satzes kann Finanzschwankungen in Milliarden- bis Billionen-Höhe auslösen.

(jev/sda)

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