Indische Ermittler nehmen eine Tochterfirma des Rüstungskonzerns Rheinmetall ins Visier. Die Meldung wurde zeitgleich bekannt, wie die Aktionen in Indien gegen SAN Suisse Arms.

Der Vorwurf an Rheinmetall: Zwei Manager sollen Schmiergelder an einen Waffenhändler gezahlt haben, berichtet der India Express. Rheinmetall Air Defence AG (RAD), eine Schweizer Tochterfirma für Flugabwehr, bestätigte die seit längerer Zeit publik gewordenen Vorwürfe, wies die Anschuldigungen aber zurück.

Für 400'000 Euro weg von Schwarzer Liste

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Nun sollen RAD-Exponenten einen Vermittler bezahlt haben, der mit seinen politischen Kontakten Rheinmetall von der schwarzen Liste der indischen Regierung tilgen sollte.

Die Rheinmetall-Tochter RAD, früher Oerlikon Contraves, soll dem Bericht nach umgerechnet etwa 400'000 Euro an den indischen Vermittler gezahlt haben. Rheinmetall war 2012 wegen Bestechung auf die schwarze Liste gesetzt und damit von Aufträgen in Indien ausgeschlossen worden. RAD war ein Hauptlieferant für indiens Flugabwehr. Der Entscheid der Behörden werde der Konzern anfechten, hiess es in der indischen Presse.

(chb)