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Übernahme
Auch Safra Sarasin zieht sich von BSI-Deal zurück

J. Safra Sarasin: Die Privatbank folgt Bär und der CS und verschmäht die BSI-Braut. Keystone

Die Privatbank J. Safra Sarasin macht einen Rückzieher beim Kauf der Tessiner Bank BSI. Damit folgen die Basler der Bank Bär und der Credit Suisse, die bereits vorher abgewunken haben.

Von Michael Heim
am 13.01.2016

Im Fall der zum Verkauf stehenden Tessiner Bank BSI macht die Basler Bank J. Safra Sarasin einen Rückzieher, nachdem sie zuletzt als Favoritin galt. Gegenüber der «Handelszeitung» sagt Sprecher Nick Miles, die Bank habe nicht vor, die BSI zu kaufen. Dies nachdem die Bank zunächst vorliegende Informationen nicht kommentieren wollte.

In gut informierten Branchenkreisen war noch kurz zuvor zu vernehmen, J. Safra Sarasin habe sich mit BSI-Eigentümerin BTG Pactual über einen Verkauf geeinigt, und ein Abschluss des Deals stehe kurz bevor. Die zuletzt noch interessierte Julius Bär hatte sich bereits früher zurück gezogen, ebenso die Grossbank Credit Suisse sowie ein Konsortium unter Einbezug einer lokalen Tessiner Bank.

Druck auf die Verhandlungspartner

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) machte zuletzt offenbar Druck auf die Verhandlungspartner, möglichst bald zu einem Abschluss zu kommen. Banker mit Einblick sprechen von einer nie gesehenen Einflussnahme durch die Finma.

BTG Pactual hat für die BSI 1,5 Milliarden Franken abzüglich der Busse aus dem US-Steuerstreit von 211 Millionen Dollar bezahlt. Selbst führt sie diese aber nur noch mit 1,05 Milliarden in den Büchern, wie die «Handelszeitung» mit Verweis auf interne Dokumente berichtet, die beim Handelsregister abgelegt sind. Noch vor wenigen Jahren war die BSI ein Vielfaches wert.

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