1. Home
  2. Unternehmen
  3. Auch Schweizer Belair hilft Germanwings

Fluggesellschaften
Auch Schweizer Belair hilft Germanwings

Der Schweizer Air-Berlin-Ableger Belair: Fliegt mittlerweile im Design des Mutterkonzerns. Keystone

Bei Germanwings wollen etliche Besatzungsmitglieder am Tag nach dem Unglück nicht fliegen. Die Airline hält den Flugbetrieb mit Hilfe der Konkurrenz aufrecht.

Veröffentlicht am 25.03.2015

Einen Tag nach dem Absturz des Germanwings-Jets in Frankreich stemmt die Gesellschaft ihren Flugbetrieb mithilfe der Konkurrenz. Neben der Germanwings-Mutter Lufthansa stellen auch Air Berlin , Tuifly und andere Fluglinien zusammen elf Maschinen zur Verfügung, wie Germanwings mitteilte. Nur ein Flug falle aus. Einige Germanwings-Besatzungen seien wegen der Trauer und Betroffenheit nicht einsatzbereit. Die Mitarbeiter hätten zum Teil gute Freunde aus der verunglückten Crew verloren.

Am Mittwoch werden den Angaben zufolge nun rund 40 Verbindungen von anderen Airlines bedient. Dabei stellt die Air-Berlin-Gruppe mindestens drei Maschinen samt Besatzung zur Verfügung. Deutschlands zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft sowie ihre Ableger aus Österreich und der Schweiz, Niki und Belair, hätten dazu ihre Ersatzmaschinen losgeeist, wie ein Air-Berlin-Sprecher sagte. Es gälten die üblichen Konditionen für die Vermietung von Maschinen mit Besatzung. Dies habe Air Berlin auch bei den Pilotenstreiks im Lufthansa-Konzern so gehandhabt.

Germanwings: Kein Hinweis auf A320-Boykott

«Selbstverständlich helfen wir in diesen Stunden den Kollegen der Germanwings», sagte ein Sprecher der zum Reisekonzern Tui gehörenden Fluglinie Tuifly. Mindestens eine Tuifly-Maschine soll nun bei der Lufthansa-Tochter zum Einsatz kommen.

Die Germanwings-Führung zeigte Verständnis für diejenigen Besatzungsmitglieder, die am Mittwoch nicht fliegen wollten. Darauf, dass ein Teil des Personals es vorerst grundsätzlich ablehne, mit einer Maschine des verunglückten Typs zu fliegen, habe die Airline «keine Hinweise», sagte ein Sprecher. Bei der gestrichenen Verbindung handelt es sich ihm zufolge um einen Flug von London-Stansted nach Köln. Alle anderen Flüge würden stattfinden - schätzungsweise seien es zwischen 200 und 300.

(awp/tno/ama)

Anzeige