Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano hat im dritten Quartal 2012 einen Umsatz von 121,3 Millionen Euro erzielt, was gegenüber der Vorjahresperiode einem Rückgang um 9,8 Prozent entspricht. Der Auftragseingang sank um 6,3 Prozent auf 118,3 Millionen, wie das Unternehmen am Montag schreibt.

Die tiefe Krise in der Photovoltaik sei inzwischen weit fortgeschritten und Phoenix Mecano habe die erforderlichen operativen Massnahmen in diesem Bereich weitgehend umgesetzt. Dabei ist der Betriebsgewinn Ebit im Quartal um knapp einen Drittel auf 9,5 Millionen Euro zurückgegangen, die Ebit-Marge reduzierte sich auf 7,8 Prozent von 10,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich weist Phoenix Mecano einen Reingewinn von 7,4 Millionen aus nach 10,2 Millionen.

Damit hat Phoenix Mecano die Erwartungen der Analysten in etwa getroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz steht bei 121,6 Millionen Euro und für den Ebit bei 9,6 Millionen.

Auftragseingang ging zurück

Nach neun Monaten weist die Gruppe einen um 5,4 Prozent gesunkenen Umsatz von 388 Millionen Euro aus, der Auftragseingang ging um 4,3 Prozent auf 390,1 Millionen zurück. Der Ebit reduzierte sich um gut einen Viertel auf 32,8 Millionen bei einer Marge von 12,7 Prozent (VJ 14,6 Prozent) und der Reingewinn beläuft sich auf 23,6 Millionen, ein Minus von 29 Prozent.

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Die aktuell spürbare Vorsicht der Marktteilnehmer bei Investitionsentscheidungen wirke sich inzwischen weltweit aus, heisst es im Ausblick einleitend. Allerdings weise der Abwärtstrend keinerlei Ähnlichkeit mit der überraschenden Krise im Jahr 2009.

Derzeit konzentriere sich Phoenix Mecano auf die Optimierung der Geschäftsprozesse im Rahmen des im vergangenen Jahr lancierten Programms «J2OX». Auch an der Umsetzung der langfristigen Wachstumsstrategie samt zugehöriger Investitionsprogramme werde festgehalten. Trotz der allgegenwärtigen Herausforderungen sieht das Management mittelfristig viele Opportunitäten.

Kündigung eines langfristigen Liefervertrages

Ende September hatte das Unternehmen die Gewinnprognosen für das laufende Jahr reduziert. Wegen der Kündigung eines langfristigen Rahmenliefervertrages für Photovoltaik-Komponenten eines Grosskunden muss Phoenix Mecano das Photovoltaik-Geschäft neu beurteilen. Die Kündigung führe per Ende 2012 zu einem Impairment auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände im Bereich der Sparte Elcom/Ems mit einem Abwertungsverlust von 6 bis 8 Millionen Euro, bestätigt das Unternehmen im heutige Communiqué.

Aufgrund dieser Abwertung stellte Phoenix Mecano im September für das Geschäftsjahr 2012 einen Ebit in der Bandbreite von 32 bis 37 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Zuvor hatte die Prognose auf 43 bis 53 Millionen gelautet.

(tke/chb/awp)