Das deutsche Erotik-Unternehmen Beate Uhse ist pleite. Die Aktiengesellschaft habe Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte Beate Uhse am Freitag mit. Ziel sei, das Unternehmen in Eigenverwaltung zu sanieren und fortzuführen. Dieser Schritt sei nötig, weil in den fortgeschrittenen Verhandlungen mit einer Investorengruppe keine Einigung erzielt werden konnte. Damit sei die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens gefährdet gewesen.

Betroffen sei die Holdinggesellschaft. Für die Töchter sei dagegen keine Insolvenz beantragt worden. «Damit halten die operativen Gesellschaften in Deutschland und den Niederlanden ihren Geschäftsbetrieb uneingeschränkt aufrecht und die Handlungsfähigkeit wird gesichert», heisst es.

Internetpornos schaden dem Business

Beate Uhse macht schon seit langem zu schaffen, dass Sexfilme im Internet kostenlos heruntergeladen werden können und auf DVD kaum mehr gefragt sind. Seit mehreren Jahren versucht die Erotikkette daher, ihre Läden umzubauen und aus der Schmuddelecke herauszukommen. Die Zahl der Filialen ist in den vergangenen Jahren stark geschrumpft. Das Erotik-Unternehmen ist auch online vertreten.

Das Unternehmen wurde 1946 von Beate Uhse gegründet und hat heute nach eigenen Angaben 345 Mitarbeiter in sieben Ländern. Seit Mai 1999 ist die Aktie an der deutschen Börse gelistet.

(sda/ise)