Auslaufende Patente für wichtige Medikamente machen dem US-Pharmakonzern Eli Lilly weiter zu schaffen. Der Gewinn brach um 58 Prozent auf 500 Millionen US-Dollar (393 Millionen Euro) ein, wie Eli Lilly am Donnerstag mitteilte. Je Aktie verdiente der Konzern vor Sonderposten 66 Cent und traf damit mehr oder weniger die Schätzungen der Analysten.

Der Umsatz sank um 16 Prozent auf 4,88 Milliarden Dollar. Wegen der Patentabläufe vor allem für das Antidepressivum Cymbalta und das Osteoporosemittel Evista hatte Eli-Lilly-Chef John Lechleiter die Aktionäre schon vor einiger Zeit auf ein schwaches Jahr eingestellt.

2015 soll es wieder Wachstum geben

Die Gewinnprognose wurde bestätigt: Bereinigt um Sondereffekte erwartet das Unternehmen einen Rückgang um rund ein Drittel auf 2,72 bis 2,80 Dollar. Beim Umsatz wird ein Minus von bis zu 16 Prozent auf 19,4 bis 19,8 Milliarden Dollar erwartet. Die obere Spanne der Bandbreite wurde aktuell etwas gesenkt.

Lechleiter hat 2014 schon länger als Übergangsjahr deklariert. Ab 2015 soll Eli Lilly dank neuer Medikamente und Übernahmen wieder wachsen. Der Manager bekräftige hier seine Zuversicht. Im April hatte der US-Konzern die Tiermedizinsparte von Novartis für 5,4 Milliarden Dollar gekauft. Die Amerikaner werden damit Nummer zwei in dem stark wachsenden Segment.

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(awp/gku/me)