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Aussteller bleiben der Baselworld fern

Baselworld: Die Uhrenbranche steckt in einer tiefen Krise. Keystone

Die weltgrösste Uhren- und Schmuckmesse öffnet am Donnerstag zum hundertsten Mal ihre Türen. Es werden weniger Aussteller als im letzten Jahr vor Ort sein - ein Zeichen für die schwierige Marktlage.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Am Donnerstag wird die weltgrösste Uhren- und Schmuckmesse Baselword zum hundertsten Mal ihre Türen öffnen. Sie zählt in diesem Jahr allerdings weniger Aussteller. Die Uhrenbranche steckt derzeit in einer Krise. Im vergangenen Jahr fielen die Schweizer Uhrenexporte um fast ein Zehntel auf das tiefste Niveau seit 2011. Das Total von gut 19 Milliarden Franken entsprach einem Rückgang von fast 10 Prozent zum Vorjahr.

Dieses Jahr ging die Talfahrt weiter: Im Januar sanken die Exporte, im Februar verschärfte sich der Rückgang noch einmal. Die Ausfuhren sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10 Prozent auf 1,49 Milliarden Franken. Für die gebeutelte Uhrenbranche ist dies der zwanzigsten Monat in Folge mit einem Rückgang.

Weniger Aussteller

Die wirtschaftlichen Probleme der Uhrenhersteller sind denn auch an der Uhrenmesse in Basel zu spüren. Die Zahl der Aussteller reduzierte sich im Vergleich zum vergangenen Jahr von 1500 auf 1300, wie Baselworld-Direktorin Sylvie Ritter am Mittwoch vor den Medien in Basel sagte. Der Rückgang sei aber nicht ausschliesslich auf die schwierige Marktlage zurückzuführen.

So wurden Aussteller, die nicht zum Konzept der Messe passten und nicht unsere Kriterien erfüllten, abgelehnt. Die Baselworld setze stärker auf Qualität und nicht auf Quantität, betonte Ritter.

Konsolidierung könnte Branche nützen

Für Manufakturen, die ihr Handwerk korrekt machen würden, sei das aktuelle Marktumfeld aber auch eine Chance, sagte Eric Bertrant, Präsident des Aussteller-Komitees. Diese Konsolidierung werde der ganzen Branche nützen, sobald sich die Konjunktur wieder erhole.

Auch Swatch-Chef Nick Hayek verbreitete zuletzt Optimismus: Die Zeichen auf eine Trendwende mehrten sich, sagte er zuletzt auf der Bilanzmedienkonferenz des Konzerns. «Wir haben in den ersten zweieinhalb Monaten eine starke Nachfrage gesehen, vor allem in Asien», sagte Konzernchef Hayek. Auch im Nahen Osten ziehe das Geschäft an.

(sda/cfr/me)

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