Der von einer Skandal-Serie erschütterte Industriekonzern ThyssenKrupp leidet weiter unter der Auto- und Stahlkrise. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 (30.9.) gingen sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn im sogenannten fortgeführten Geschäft - also ohne Sparten, die verkauft werden sollen - deutlich zurück.

Der Umsatz fiel um acht Prozent auf 8,84 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern ging um 38 Prozent auf 229 Millionen Euro zurück.

Das Unternehmen hatte erst am Freitag den Sparkurs im europäischen Stahlgeschäft verschärft. Hier sollen mindestens 2000 der zuletzt 27'600 Stellen wegfallen und die Kosten um 500 Millionen Euro gedrückt werden.

ThyssenKrupp rechnet weiter mit einem Verkauf seiner Stahlwerke in Brasilien und den Vereinigten Staaten bis Ende September. Man sei zuversichtlich, «im Laufe des Geschäftsjahres 2012/2013 für beide Werke eine neue Perspektive zu finden».

Die beiden Werke haben in der Vergangenheit tiefe Löcher in die Bilanz gerissen und im Geschäftsjahr 2011/2012 für einen Verlust von fünf Milliarden Euro gesorgt. Mit dem Verkaufserlös will das Unternehmen seine Schulden weiter drücken.

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(chb/sda)