Amag-Chef Morten Hannesbo hat keine Freude an der Millionen-Busse, welche die Wettbewerbskommission über dem Autohersteller BMW verhängt hat. «Glücklich bin ich darüber sicher nicht», sagt er im Interview mit der «Handelszeitung». Die Weko habe nicht bei Amag angeklopft. «Die Amag agiert absolut gesetzeskonform.»

Als Importeur müsse man sich damit arrangieren, dass es plötzlich Möglichkeiten gebe, im Ausland Schnäppchen zu machen. «Verhindern lässt sich das nicht. Auch nicht mit Verträgen», so Hannesbo. Er habe Verständnis, wenn Schweizer in Deutschland Autos kaufen. Das sei legitim. Den Preis dafür zahlen die Schweizer Autobranche und die Schweizer Wirtschaft. 

Hannesbo bezeichnet die Preisunterschiede zwischen der Schweiz und dem europäischen Ausland als berechtigt. «Bei uns darf ein Auto 5 bis 10 Prozent teurer sein als im Ausland. Mehr aber nicht. 20 oder 30 Prozent sind zu viel.» Zugenommen haben die Grauimporte, so Hannesbo. «Heute liegt die Grauimportquote bei 11 Prozent, zuvor bei rund 2 Prozent.»

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Die Statistik, wonach Junge weniger Auto fahren, macht Hannesbo keine Sorgen. «Ich kann nur sagen, dass sich das bei den Amag-Kunden nicht zeigt. Wir stellen keine Veränderungen fest.» Das Auto werde wichtig bleiben, weil sich gewisse Strecken mit ÖV nicht ähnlich effizient erschliessen lassen wie mit dem Auto.

Den Marktanteil hat Amag nach eigenen Aussagen weiter gesteigert. «In den ersten beiden Monaten erreichten wir das Ziel eines Marktanteils von 30 Prozent.» Ende April lag er bei 28,8 Prozent. Das letzte Jahr schloss der Autoimporteur von Marken wie Audi, VW und Skoda mit einem Marktanteil von 26,6 Prozent ab. 

Lesen Sie das ganze Interview in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk