Die anhaltende Autokrise in Europa hat den Gewinn des Chemiekonzerns Lanxess zu Jahresbeginn einbrechen lassen. «Wir sind nicht immun gegen starke Nachfragerückgänge», erklärte Konzernchef Axel Heitmann zur Vorlage des Zwischenberichts für das erste Quartal.

Der um Sondereinflüsse bereinigte operative Gewinn (Ebitda) schmolz von Januar bis März um 53 Prozent auf 174 Millionen Euro zusammen. Analysten hatten dem Konzern im Schnitt 171 Millionen Euro zugetraut.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Investitionsbudgets gekürzt

Lanxess ist der weltgrösste Hersteller von synthetischem Kautschuk für die Reifenbranche. Das Unternehmen setzte im ersten Quartal 2,1 Milliarden Euro um, das sind zwölf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Überschuss schrumpfte um 87 Prozent auf 25 Millionen Euro.

Rasche Besserung ist nicht in Sicht. Der Konzern kürzte sein Investitionsbudget für dieses Jahr auf rund 600 Millionen Euro von bislang geplanten 650 bis 700 Millionen Euro. «Für das zweite Quartal gehen wir derzeit davon aus, dass das Ebitda vor Sondereinflüssen über dem der ersten drei Monate, aber unter 220 Millionen Euro liegen wird», erklärte Heitmann.

Er rechnet zwar mit einer Nachfragebelebung im zweiten Halbjahr, das operative Rekordergebnis von 1,2 Milliarden Euro aus 2012 dürfte aber nicht erreicht werden. Der Konzern erwartet jetzt ein Ebitda vor Sondereinflüssen von unter einer Milliarde Euro. 

(vst/aho/reuters)