Kaum zu glauben: Die Accessoires-Shops der Autohersteller und Importeure verfügen über ein unglaublich grosses Angebote verschiedenster Artikel aus aller Herren Länder. Dennoch wird nur selten dafür geworben, obwohl die klimatisierte Zigarrenbox für Porsche-Fahrer, ein Surfbrett mit Rädern und Kufen für Dünen und Schnee von Volvo, Mountainbikes von Hyundai, Sonnenbrillen von Audi oder modische Winterjacken von BMW weder in Warenhäusern geschweige denn in Souvenirshops zu finden sind.

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Die Preispalette ist so breit wie der Nordatlantik

Zweifellos zählen die Uhren zu den Trendsettern unter den Accessoires. Nicht immer ist der gewöhnliche sterbliche Fahrer beispielsweise einer 10000-Fr.-Occasion, der gerne eine sportliche Uhr am Handgelenk tragen würde, allerdings auf den Preis vorbereitet.

«Limitiert und exklusiv! Speziell für VW-GTI-Fans wurde dieses edle und limitierte Modell aus dem Hause Maurice de Mauriac entwickelt», sagt der Autoverkäufer in der VW-Garage, öffnet die zwei Schlösser der Vitrine und nimmt das gute Stück in die Hand: «Diese mechanische Uhr verfügt über ein Karbonzifferblatt mit roter Umrandung, umhüllt in einem 42-mm-Stahlgehäuse mit verschraubter Krone.» Der Kunde räuspert sich diskret, aber der Verkäufer fährt weiter: «Tages- und Datumanzeige, beidseitig entspiegeltes Saphirglas und das ETA-Werk 28.36 garantieren höchste Qualität für höchste Ansprüche! Das schwarze Lederarmband mit roten Nähten ist mit einem hochwertigen Klappverschluss versehen. Wasserdicht bis 3 Atmosphären ist sie ausserdem.» «Und was soll sie kosten?» «Ein Schnäppchen, ein echtes Schnäppchen, nur 1190 Fr.»

Maserati setzt auf Partnerschaft mit Audemars

Als der italienische Automobilhersteller Maserati im September 2004 sein 90-Jahre-Jubiläum beging, besann er sich auf die einstigen Rennsporterfolge. Dazu bot sich die willkommene Gelegenheit für Premiumpartner Audemars Piguet (AP), eine besondere Uhr zu kreieren und in limitierter Stückzahl aufzulegen: Die Dual Time Millenary Maserati. Diese ist ein Zeitmesser in einem innovativen Design, das von der Erneuerung der Linie Millenary kündet. In den Gehäuseversionen Edelstahl und Platin 950 wechseln sich weisse und silberfarbene Elemente ab, in der Roségold-Ausführung kontrastiert das elegante Mattschwarz des Stundenrings mit der opalinglänzenden Skala der Gangreserveanzeige. Ein hervorragendes Merkmal der Platinversion sind die Maserati-blauen Ziffern, deren Farbton feinfühlig auf die gebläuten Stahlzeiger abgestimmt ist. Noch ein paar Daten zum Uhrwerk: Kaliber 2329/2846 mit automatischem Aufzug, Höhe 4,9 mm, 37 Rubine, 261 Einzelteile, Gangreserve bis zu 40 Stunden, Unruh-Schlagzahl 28800 Halbschwingungen pro Stunde, Finissage, sämtliche Bauteile von Hand dekoriert, Platinen rhodiniert, angliert und perliert, Brücken mit Genfer Streifenschliff versehen.

Dieses gute Stück hat Sammlerwert, deshalb wäre es vermessen, von einem Preis zu sprechen.

Ausgerechnet Renault zählt auf Japan-Produzenten

Eine ganze Reihe sportlicher, exklusiv von Citizen und Casio für den französischen Hersteller gefertigter Uhren bietet Renault in seiner Boutique an: Etwa passend zu den Formel-1-Erfolgen die Armbanduhr Dynamique mit Stahlgehäuse, wasserdicht bis 100 m, für 69 Fr. oder die Paddock, ebenfalls eine Uhr mit dem Hinweis Renault-F1-Team auf dem Zifferblatt, mit drei Chronographen und schwarzem Lederarmband für 165 Fr. Oder für 179 Fr. eine Renault-Uhr mit Citizen-Innenleben für die sportive Lady um nur drei der «schnellen» Zeitmesser zu erwähnen.

Rallye-Weltmeister Subaru heimst nicht nur mit dem Impreza Rennerfolg um Rennerfolg ein, für die treuen Weggefährten am Rande der Piste gibt es zurzeit auch zwei attraktive Uhren: So die Herrenuhr Chrono für 199 Fr., die in der Schweiz produziert wird, und die Rallye-Herrenuhr Sport für 145 Fr., die Subaru bei Prodrive in England bezieht.

Toyota Sport wirbt mit Billiguhren aus China

Beim Toyota-Vertreter kann für lediglich 36 Fr. ein LCD-Chronograph geordert werden, den die Toyota Motorsport GmbH, Köln, als Limited Edition in einer Auflage von 4000 Exemplaren in China herstellen liess. Etwas gediegener ist unter den Formel-1-Chronographen des grössten japanischen Herstellers das Modell AM28658 mit dem Toyota-F1-Logo, das ebenfalls in China, allerdings nur in einer Auflage von 1000 Exemplaren, produziert wurde und 242 Fr. kostet.

Zu den Paris-Dakar-Erfolgen von VW passt die Touareg-Multifunktionsuhr mit Höhenmesser, die in einer limitierten Auflage von 100 Stück (einzeln nummeriert) hergestellt wurde. Ihr Profi-Messsensor war schon auf dem Mount Everest. Die Touareg-Multifunktionsuhr hat ein mechanisches Schweizer Uhrwerk (ETA 7001), einen digitalen Höhenmesser (Messung bis 10000 m Differenzhöhe), Altimeter/Barometer, absoluter/relativer Luftdruck, Uhrzeit, Datum, Digitaluhrzeit (als zweite Zeitzone nutzbar) und Chronograph-Funktion. Der Chronograph aus Titanium ist bis 3 Atmosphären wasserdicht, hat ein Mineralglas und einen verschraubten Glasboden aus Edelstahl. Sein Preis: 1590 Fr.

TAG Heuers «Langzeitehe» mit Mercedes McLaren

Zur Auslieferung des ersten Hochleistungs-Sportwagens SLR McLaren präsentierten Mercedes-Benz und TAG Heuer ihren SLR-Chronographen. Dieser verbindet höchste Uhrmacherkunst mit innovativem und ausdrucksstarkem Design. Fliessende Linien, perfekt ausbalancierte Proportionen und ein unvergleichliches Design prägen ihr Erscheinungsbild. Das schwarze Regulator-Zifferblatt wirkt wie das Armaturenbrett des Sportwagens, und die ungewöhnliche Anordnung der Chronographen-Drücker erinnert an die Schalttasten für das Automatikgetriebe des SLR. Ein herausragendes Stilelement sind die «Kiemen» am Rand des Gehäuses.

Herzstück des Chronographen ist das TAG-Heuer-Werk Kaliber 36. Es vereint als einziges Uhrwerk den automatischen Aufzug mit der Chronographfunktion nebst Datum bei einer Frequenz von 36000 Halbschwingungen pro Stunde.

Der Mercedes-Benz SLR McLaren knüpft an die legendären SLR-Rennsportwagen an, mit denen Fangio, Moss, Kling und andere Mercedes-Rennfahrer in den 50er Jahren von Sieg zu Sieg fuhren. Schon damals trug Juan Manuel Fangio einen Zeitmesser von TAG Heuer. Auch der Fahrer, der nach dem Wiedereintritt in die Formel 1 mit McLaren-Mercedes Formel-1-Weltmeister wurde Mika Häkkinen vertraut auf die Präzision und Zuverlässigkeit der Uhren von TAG Heuer. Und heute auch Kimi Raikkönen.

Chopard lässt sich, Alfa und die Mille Miglia feiern

Oldtimer und Uhren üben auf Männer, die eine Leidenschaft für schöne Präzisionswerke beseelt, ähnliche Faszination aus. Chopard, bedeutender Bestandteil des historischen Mille-Miglia-Rennens in Italien, widmete Alfa Romeo 2005 eine spezielle Serie, da die italienische Edelmarke dieses Jahr zum 75. Mal an dem auf der Route von Brescia nach Rom und zurück stattfindenden Rennen teilnahm an einem Rennen, das die grössten Fahrer, Mechaniker und Designer vereinte, die zusammen die Legende Alfa erschufen und prägten: Tazio Nuvolari, Enzo Ferrari, Juan Manuel Fangio, Giuseppe Merosi, Gian-Battista Farina (Pininfarina), Ugo Zagato.

Feine, präzise Mechanik und extravagante Eleganz greifen bei den Mille-Miglia-Chronographen nahtlos ineinander. Die Mille Miglia GMT Alfa Romeo trägt den prestigeträchtigen Alfa-Romeo-Schriftzug auf dem Zifferblatt. Dieser Chronograph aus Stahl mit Automatikaufzug ist ausgezeichnet mit dem COSC-Chronometerzertifikat und hat eine Gangreserve von ungefähr 46 Stunden. Auf dem schwarzen Zifferblatt befindet sich neben den rotgerandeten Zeigern eine Tachometerskala, die es ermöglicht, Geschwindigkeiten zwischen 60 und 240 km/h abzulesen.

Die Mille Miglia GMT Alfa Romeo ist in zwei Serien verfügbar. Die erste Serie aus Stahl setzt sich aus einer limitierten Auflage von 500 Stück zusammen, wohingegen die zweite, aus Rotgold gebaut, nur gerade mal 25 Stück zählt. Diese neue Chopard-Uhr trägt neben dem Alfa-Romeo-Logo den Namen 6C 1750 GS als Tribut an diese legendären Wagen, die die Mille Miglia dominierten.

Omega Speedmaster: The Legend-Kollektion jetzt unlimitiert

Nach dem Erfolg der limitierten Sonderedition der Speedmaster The Legend, die im vergangenen Jahr zu Ehren des sechsten Weltmeistertitels von Michael Schumacher lanciert wurde, präsentiert Omega dieses Jahr eine Nachfolge-Kollektion mit drei sportlich aufgemachten Speedmaster-Chronographen. Die Bieler sehen diese unlimitierte Kollektion als Anerkennung von Schumachers aussergewöhnlich erfolgreicher Saison 2004, an deren Ende ein weiterer Weltmeistertitel stand. Jedes der Modelle verfügt über ein Edelstahlgehäuse mit einem Durchmesser von 42 mm sowie das vertraute Speedmaster-Edelstahlarmband mit abgerundeten Bandgliedern und Sicherheitsfaltverschluss. Zwischen dem kratzfesten und entspiegelten Saphirglas und dem Schraubboden gut geschützt befindet sich das exklusive Omega-Kaliber 3301 mit automatischem Aufzug. Die drei Modelle unterscheiden sich durch ihre sehr individuell gestalteten Zifferblätter. (rkn)

Oris: Das Williams-Team in Doppelauflage

Oris ist offizieller Partner des Williams-Formel-1-Teams. Zwei Uhren sind die sportlichen Hightech-Geräte dazu. Der Williams-F1-Team-Chronograph kennt keine Kompromisse: Schwarz ist das Edelstahlgehäuse, schwarz das Zifferblatt mit Karbonstruktur, schwarz das Kautschukarmband im Rennreifenprofil. Sportlich schnell ist das High-Mech-Automatikwerk. Die Lünette dient als Tachometer. Im Fenster des Gehäusebodens dreht der rote Oris-Rotor vor dem komplexen Automatikwerk. Die Williams-F1-Team Day Date anderseits besitzt ein mechanisches Automatikwerk, ein schwarzes Zifferblatt mit Karbonstruktur, weiss lackierte Zeiger, ein schwarz PDV-beschichtetes Edelstahlgehäuse, den mit vier Schrauben geschlossenen Gehäuseboden, Saphirglas und ein schwarzes Kautschukband im Rennreifenprofil mit PDV-beschichtetem schwarzem Faltverschluss. Beide Uhren sind bis 50 m wasserdicht; der Zifferblattring besitzt eine Minuterie-Einteilung. (rkn)