Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wichtige Schweizer Autoimporteure zeigen sich jedenfalls über den Verkaufseinbruch im 1. Quartal 2005 kaum stark beunruhigt. Um 7,3% brach der Neuwagen-Absatz zwischen Januar und April­ im Vorjahresvergleich ­ein: Noch 57651 Fahrzeuge wurden neu immatrikuliert. Im gleichen Zeitraum stieg hingegen die Zahl der Occasionsverkäufe um 1,3% auf 186690 Halterwechsel. Was beweise, dass nach wie vor Geld ausgegeben werde für die Mobilität, halten mehrere Schweizer Autoimporteure fest. Das starke Interesse an Gebrauchtwagen berechtige deshalb zu Hoffnungen, müsse doch zu einem späteren Zeitpunkt der Altwagenbestand erneuert werden.

Ende 2005 Vorjahresstand

Bernhard Triquart, Generaldirektor von DaimlerChrysler (Schweiz) AG, findet zwar die Entwicklung im 1. Quartal 2005 enttäuschend, erwartet aber eine atypische Kurve, «die ihren Kulminationspunkt erst in der zweiten Jahreshälfte erreichen wird». Grund seien neue Modelle der Mercedes-Klassen B (neu), M und S. Ähnlich wie Triquart erhoffen sich auch Tom Anliker, GD von General Motors Suisse, Stephan Vögeli, Managing Director Jaguar Land Rover Schweiz AG, und Oswald Kron, Generaldirektor Toyota AG, eine spürbare Erholung im zweiten Semester. Alle drei rechnen Ende 2005 mit gesamthaft 265000 verkauften PW in der Schweiz. Damit würde der Vorjahresstand (267476) beinahe wieder erreicht. Kurt Egloff, Leiter Vertrieb von BMW(Schweiz) AG, budgetiert gar mit leicht höheren Zahlen als im Vorjahr. Auch GD Christopher Nicoll von Fiat Auto (Suisse) stellt sich ein Wachstum für seine Marken von 5% vor. Anliker wie Nigel Sharp von Ford Motor Company Switzerland schöpfen Hoffnungen aus dem Besucherrekord am Internationalen Automobil-Salon in Genf: Die dortige gute Stimmung habe sich ab April in den Verkaufsgeschäften spürbar niedergeschlagen. «Überdurchschnittlich entwickeln werden sich Marken mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis», glaubt zudem Hans-Peter Plüss, Managing Director von KIA, einem der Gewinner dieses Jahres.