Der Autobauer BMW lässt sich auf seinem Rekordkurs nicht bremsen. Im ersten Quartal verkauften die Münchner mit 425'528 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce - so viele Fahrzeuge wie nie zuvor. Das war ein Zuwachs von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das erklärt BMW in einer Mitteilung.

Damit knüpft das Unternehmen nahtlos an das vergangene Rekordjahr an. Im März stieg der Absatz um 12 Prozent auf den Rekordwert von 185'728 Fahrzeugen. Im Gesamtjahr will BMW stärker wachsen als der Gesamtmarkt und neue Absatzrekorde bei seinen drei Auto-Marken erzielen.

BMW profitiert vom China-Boom

Wie die Konkurrenten Audi und Daimler profitierte BMW vom anhaltenden Absatzboom in China. Dort wurden die Bayern seit Jahresbeginn 80'014 Autos los - ein Zuwachs von 36,8 Prozent. Auch in den USA ging es weiter nach oben. Die Verkäufe stiegen um 16,6 Prozent auf 75'729 Fahrzeuge. In Deutschland gab es dank eines starken Monats März nach einem schwächeren Auftakt noch einen Zuwachs von zwei Prozent auf 66'222 Autos.

Die Auslieferungen der Kernmarke BMW legten weltweit in den ersten drei Monaten um elf Prozent auf 356'548 Fahrzeuge zu, allein im März gab es einen Zuwachs von 13,4 Prozent auf 153'004 Stück. Dazu trug in ihrem ersten vollen Verkaufsmonat auch die neue 3er-Limousine bei, von der gut 29'000 Fahrzeuge an Kunden gingen. Hohe Zuwächse gab es auch beim Einstiegsmodell der 1er-Serie. In der Luxusklasse übertraf der 7er im März mit 6648 Autos die Marke von 200'000 verkauften Wagen seit der Einführung des aktuellen Modells Ende 2008. Die Verkäufe liegen damit laut BMW rund 20 Prozent über denen des Vorgängers.

Anzeige

Auch VW im Hoch

Im ersten Quartal lieferte das Unternehmen 68'210 Minis aus - 12,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Von der Nobelmarke Rolls-Royce verkaufte der Konzern 770 Stück, 47 mehr als im ersten Viertel 2011. Bei den Motorrädern legten die Verkäufe um 5,5 Prozent auf 24'373 Stück zu.

BMW ist aber nicht der Einzige Automobilkonzern, der sich im Hoch befindet. Der Autobauer Volkswagen lässt sich von der schwierigen Wirtschaftslage in Südeuropa und den Konjunktursorgen in China nicht aufhalten. Im März verkaufte der Konzern 536'600 Autos der Kernmarke VW. Das waren 14,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Erstmals knackte es damit in einem Einzelmonat die Marke von einer halben Million.

In den ersten drei Monaten verkaufte VW 1,36 Millionen Wagen, ein Zuwachs von 10,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum. «Während sich die europäischen Märkte als weiterhin schwierig zeigten, haben wir in Nordamerika und Asien deutlich zulegen können», erklärte Vertriebschef Christian Klingler. Die im Dax notierten Vorzugsaktien des Konzerns legten am Mittwoch bis zum Mittag um knapp drei Prozent zu.

In Europa steigerte Volkswagen seine Auslieferungen in den ersten drei Monaten trotz der schwierigen Wirtschaftslage im Süden um 5,1 Prozent auf 441'800 Fahrzeuge. Dabei profitierte das Unternehmen von einem kräftigen Zuwachs in Osteuropa, wo der Absatz um mehr als 60 Prozent auf 60'200 Wagen stieg. In Deutschland verkaufte VW mit 149'000 Autos 5,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dagegen sank der Absatz in der Region Westeuropa, zu der Deutschland bei VW nicht gehört, um 3,7 Prozent auf 232'600 Autos.

In China - mit Abstand grösster Einzelmarkt für VW - trotzte das Unternehmen dem insgesamt etwas schwächelnden Markt und lieferte mit 483'400 Autos 12,5 Prozent mehr aus als im Vorjahreszeitraum. In Nordamerika gab es einen Zuwachs von 27,6 Prozent auf 135'700 Wagen.

(muv/chb/sda/awp)