SEAT.

Mit seinem neuesten Modell, dem Altea Freetrack, lanciert Seat erstmals ein Fahrzeug mit Allradantrieb. Gleichzeitig stösst die Marke damit in das Segment der sogenannten Crossover-Modelle vor; diese Art Fahrzeuge ist sehr beliebt, vereinigt sie doch diverse Eigenschaften verschiedener Fahrzeuggattungen wie die einer Limousine, eines Kombis und eines Geländewagen (siehe auch Kasten).

Schweiz: 2 Prozent Marktanteil

Damit die Amag-Tochter Seat ihre ehrgeizigen Ziele in der nächsten Dekade erreichen kann, muss die Marke auf den nationalen Märkten wachsen. In der Schweiz sieht das Bild recht durchzogen aus. Seit dem Rekordjahr 2001 mit über 6000 verkauften Autos gingen die Absatzzahlen, entsprechend dem allgemeinen Markttrend, zurück. Letztes Jahr lagen die Verkäufe auf dem Niveau des Jahres 2000.Gegenwärtig zeigt der Trend allerdings wieder nach oben. Ronald Ziegler, Markenchef Seat Schweiz, rechnet für 2007 mit einem Neuwagenabsatz von 6000 Fahrzeugen, was knapp 2% Marktanteil entspricht. Angepeilt wird für die nächsten fünf Jahre ein Marktanteil in Höhe von 3%, was gegen 8000 Fahrzeuge entsprechen würde. Um den Bekanntheitsgrad der spanischen Marke zu fördern, wurde für Seat die Werbekampagne «auto emoción» geschaffen. Die Kampagne umfasst Aktivitäten aus den Bereichen Sport, Lifestyle und Showbusiness. Vor allem im Beachvolleyball-Sport sind die Spanier aktiv, in einer Sportdisziplin also, in der die Schweiz auch international mitreden kann. Seat trat deshalb als einer der Hauptsponsoren anlässlich der Beachvolleyball-WM in Gstaad im Sommer 2007 auf. Ferner ist die Marke mit der Sängerin Shakira präsent. Auf nationaler Ebene hat Seat zudem beispielsweise Christina Surer und die TV-Moderatorin Sheril Lehmann unter Vertrag.

Einige Pläne in der Schublade

Allein mit griffiger Werbung ist es nicht getan. Um die angepeilten Ziele zu erreichen, muss Seat seine Modellpalette nicht nur kontinuierlich erneuern, sondern auch erweitern. Im Planungsstadium befindet sich ein kompakter SUV mit zwei Türen (Codename Tribu), der auf der IAA in Frankfurt gezeigt wurde. Geplant ist zudem ein Sedan in der Grössenordnung eines VW-Passat. Beide Projekte sind jedoch von der Konzernleitung in Wolfsburg noch nicht genehmigt worden, wie Frank Bekemeier, Seat-Vizepräsident und im Vorstand der Marke verantwortlich für Forschung und Entwicklung, erklärt. Ebenfalls im Planungs- und Versuchsstadium befinden sich ein Coupé (Pläne für ein Cabrio liegen zwar bereit, wurden aber vor rund zwei Jahren nicht genehmigt) sowie ein MPV (Multi Purpose Van).Um dem Leitmotiv «auto emoción» gerecht zu werden, bedarf es neben der Werbung und den Businessplänen auch eines entsprechenden Designs. Dafür zeichnet Luc Donckerwolke verantwortlich. Nach Stationen bei Peugeot, Lamborghini, Audi und Skoda wurde er 2005 als Chefdesigner zu Seat versetzt. Er ist Anhänger eines ausdrucksstarken Designs, von allzu fliessenden Linien und Rundungen hält er nicht viel, was bereits mit dem Altea Freetrack, besonders aber bei der SUV-Studie Tribu zum Ausdruck kommt. Donckerwolke scheint der richtige Mann zu sein, damit die Seat-Fahrzeuge in Zukunft dem Werbeslogan «Seat auto emoción» gerecht werden.

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