Autoneum ist der Schritt in die Freiheit gelungen. Das Unternehmen hat im ersten Semester 2011 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Autoneum verbesserte das Konzernergebnis in der Berichtsperiode auf 1,5 Millionen Franken, nach einem Fehlbetrag von 30,8 Millionen im Vorjahr. Das Unternehmen habe die Wachstumszahlen der weltweiten Automobilproduktion überflügelt, teilte der im Mai von Rieter abgespaltene Autozulieferer mit.

Das Umsatzwachstum in Lokalwährungen betrug 15,4 Prozent, der in Schweizer Franken konsolidierte Bruttoumsatz nahm um 0,5 Prozent auf 880,6 Millionen Franken. Der weltweite Automobilproduktion habe im Vergleich dazu um 2 Prozent zugenommen. Der Ebitda legte um knapp 18 Prozent auf 58,5 Millionen zu und der Ebit sprang auf 21,6 Millionen Franken nach zuvor 4,6 Millionen. Die deutliche Verbesserung wird mit einem tieferen Personalaufwand und reduziertem sonstigem Betriebsaufwand begründet.

Ergebnismindernd hätten sich die steigenden Rohstoffpreise, der «Japan-Effekt» und der starke Schweizer Franken ausgewirkt. Die japanischen Hersteller hatten Autoneum zufolge unter den Auswirkungen des Erdbebens vom März 2011 in Japan zu leiden gehabt, heisst es weiter.

«Verschiedene ungünstige Einflüsse im Marktumfeld»

Anzeige

Mit den Zahlen hat Autoneum (Aktienkurs Autoneum) die Schätzungen der Analysten knapp verfehlt. Diese hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 888,2 Millionen, einen Ebit von 24,6 Mio und einen kleinen Reingewinn von 1,9 Millionen Franken prognostiziert.

Autoneum rechnet in der zweiten Jahreshälfte aus saisonalen Gründen mit etwas tieferen Umsätzen, obwohl mit einer Erholung bei den japanischen Kunden zu rechnen sei. Trotz «verschiedener ungünstiger Einflüsse im Marktumfeld» rechne das Unternehmen aber in Lokalwährungen mit einem Umsatzwachstum über der mittelfristigen Zielsetzung von vier bis fünf Prozent.

Das Unternehmen geht davon aus, die operative Marge im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 zu verbessern und strebt für das Gesamtjahr 2011 ein positives Nettoergebnis an. Autoneum erwarte im zweiten Semester vor allem bei den Business Groups ausserhalb Europas eine Margenverbesserung. Materialpreiserhöhungen sollen durch Weiterverrechnung an die Kunden sowie durch weitere operative Massnahmen so weit als möglich kompensiert werden.

(tno/laf/awp)