Der als Zulieferer der Automobilindustrie tätige Autoneum-Konzern verkauft seine italienische Tochtergesellschaft. Wie viel das von Rieter abgespaltene Unternehmen für die vier Fabriken in Italien löst, wurde nicht mitgeteilt.

Käuferin des Tochterunternehmens mit rund 730 Mitarbeitern ist die deutsche Industrieholding Mutares. Diese hat sich gemäss Angaben im Communiqué auf den Erwerb und die Sanierung von mittelständischen Unternehmen in einer Umbruchsituation spezialisiert. Die bisherige Autoneum Italy wird weiterhin als Lizenznehmerin von Autoneum tätig sein und die bisherige Kunden beliefern.

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Daneben wird sich das Unternehmen, das 2012 auf einen Umsatz von 132 Millionen Franken kam, auf die Zulieferung ausgewählter Nutzfahrzeughersteller konzentrieren.

Schwache Nachfrage

Der Grund, dass Autoneum die italienische Tochtergesellschaft verkauft, liegt in der schwachen Nachfrage auf dem europäischen und insbesondere auf dem italienischen Markt. Diese veranlasst das Unternehmen, die Produktionskapazitäten zu straffen.

Die Zahl der Fabriken in Westeuropa soll daher um vier auf 15 gesenkt werden. Im Mai wurde in diesem Zusammenhang etwa schon die Schliessung eines Werks im französischen Dieppe angekündigt. Sowohl der Verkauf der italienischen Tochtergesellschaft als auch die Fabrikschliessung in Frankreich führen dazu, dass die Rechnung von Autoneum mit Sonderkosten belastet wird.

(tke/aho/sda)