Der Medienriese Disney hat seinen Gewinn dank Kinoschlagern wie «Avengers» und dem Verkauf von Fanartikeln kräftig gesteigert. Der Überschuss kletterte im vergangenen Geschäftsquartal (bis Ende Juni) im Jahresvergleich um elf Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um fünf Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, wie Disney mitteilte.

Besonders stark sprudelten dank Kinohits wie Marvels Superhelden-Epos «Avengers» die Einnahmen im Filmgeschäft. Zudem spülen die dazugehörigen Fanartikel weiter viel Geld in die Kasse. «Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung», kommentierte Disney-Chef Robert Iger die Ergebnisse.

Enttäuschte Anleger

Anleger hatten sich indes mehr Umsatz erhofft. Die Aktie fiel nachbörslich zunächst um gut zwei Prozent. Disney hat bislang mit einem Plus von 29 Prozent in diesem Jahr von allen Dow-Jones-Werten am stärksten zugelegt.

Der Gewinn je Aktie lag im zweiten Quartal bei 1,45 Dollar nach 1,28 Dollar im Vorjahr. Von Reuters befragte Experten hatten 1,42 Dollar erwartet. Der Umsatz verfehlte mit 13,1 Milliarden Dollar - zuvor 12,47 Milliarden - die Vorhersage von 13,23 Milliarden Dollar. 

Schwächelndes Kabelnetz-Sparte

Mit den Zahlen hat Disney zum ersten Mal seit zwei Jahren die Umsatzprognosen der Experten verfehlt. Zudem hat der Konzern die Erwartungen für seine Kabelnetz-Sparte zurückgeschraubt. Zwar gab der Unterhaltungskonzern mit der Maus am Dienstag auch einen Rekordgewinn von 2,48 Milliarden Dollar bekannt, ein Plus von elf Prozent. 

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Für die Kabel-Probleme machte Disney-Chef Bob Iger unter anderem einen moderaten Rückgang der Zuschauerzahlen beim Sportsender ESPN verantwortlich. Zunehmend würden digitale Medien in Anspruch genommen, sagte er. Das Unternehmen führte zudem Währungseffekte an. Nun geht Disney von einem Gewinnwachstum in der Sparte im unteren einstelligen Bericht in den Geschäftsjahren 2013 bis 2016 aus. Bislang hatte der Konzern die obere Spanne angepeilt.

(awp/reuters/dbe/chb)