Der Finanzprodukteverkäufer AWD behält als «Swiss Life Select» seine angestammten deutschen Zentralen in Hannover und München.

«Der AWD hat sich von der Vaterfigur Maschmeyer emanzipiert», sagte Pfister vor den Medien in Zürich. Maschmeyer hatte die Firma 2007 rund zwanzig Jahre nach der Gründung für 1,9 Milliarden Franken der Swiss Life verkauft. Dadurch wurde er Grossaktonär und später Verwaltungsrat des Lebensversicherungskonzerns.

Maschmeyer steht seit Jahren vor allem in Deutschland wegen des als aggressiv wahrgenommenen Verkaufsstils der AWD-Berater in der Kritik. Kunden, die mit AWD-Empfehlungen Geld verloren hatten, haben eine Prozessflut ausgelöst. Maschmeyer musste vor Gericht aussagen.

Vor einem Jahr zog sich Maschmeyer, eine schillernde Figur der deutschen Unternehmerlandschaft, aus dem Aufsichtsgremium der Swiss Life zurück. Er reduzierte dabei auch seinen Aktienanteil beim Konzern deutlich.

(tno/aho/sda)

Swiss-Life-Chef Bruno Pfister im Video-Interview: