Der französische Versicherer Axa zieht sich bei seiner Private-Equity-Tochter zurück. In einem rund 500 Millionen Euro schweren Deal sollen das Management und die Mitarbeiter sowie externe Investoren künftig die grössten Anteilspakete halten - und Axa nur noch knapp 27 Prozent.

Wie Axa weiter mitteilte, soll die Transaktion vor Ende September abgeschlossen werden. Die Beteiligungsgesellschaft, die bislang zu 95,8 Prozent der Axa-Gruppe gehört, hat für Kunden rund um den Globus 31 Milliarden Dollar angelegt.

Treibende Kraft hinter dem Kauf ist Dominique Senequier, eine der bekanntesten Managerinnen Frankreichs. Sie führt die Firma und soll nun zusammen mit dem restlichen Management und den Mitarbeitern 40 Prozent der Anteile bekommen. Gut 33 Prozent würden auf andere Investoren entfallen. Die Private-Equity-Tochter wird im Rahmen des Deals mit 510 Millionen Euro bewertet.

Weitere Investitionen angekündigt

Axa will trotzdem weiter Gelder in die Private-Equity-Gesellschaft pumpen. Finanzchef Gerald Harlin kündigte an, von 2014 bis 2018 seien dafür rund 4,8 Milliarden Euro vorgesehen. Zu den Gründen des Rückzugs machte Axa keine genauen Angaben.

Eigentlich werden Einnahmen aus dem Geschäft mit Firmenbeteiligungen für Versicherer gerade wichtiger, weil die klassischen Investments in Staatsanleihen in der Euro-Schuldenkrise entweder kaum noch eine attraktive Rendite abwerfen oder zu riskant geworden sind.

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(tno/sda)