Die Axa Winterthur hat im ersten Halbjahr 2015 bei rückläufigem Volumen unter dem Strich auch deutlich weniger verdient. Während die Prämien- und Gebühreneinnahmen um 2,7 Prozent auf 8,81 Milliarden Franken zurückgingen, sank das Betriebsergebnis zwar lediglich um 0,7 Prozent auf 452 Millionen Der Reingewinn nahm hingegen um deutlichere 5,3 Prozent auf 527 Millionen ab.

Dabei machten der Tochter des französischen Versicherers Axa laut Mitteilung vom Dienstag die Unsicherheiten am Kapitalmarkt und das anhaltende Tiefzinsumfeld zu schaffen, dies sowohl im Versicherungsgeschäft als auch bei der Bewirtschaftung der Kapitalanlagen.

Unsichere Kapitälmärkte und tiefe Zinsen

«Insgesamt blicken wir auf ein gutes erstes Halbjahr zurück», wird CEO Antimo Perretta zitiert. Besonders im Einzelleben sowie in der Schadenversicherung habe man gute Ergebnisse erzielt. Bei letzterer wuchsen die Bruttoprämieneinnahmen um 0,2 Prozent auf 3,04 Milliarden Franken und der operative Gewinn erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 277 Millionen Dank den wenigen grossen Schadenereignissen verbesserte sich die Combined Ratio um 0,8 Prozentpunkte auf 85,6 Prozent.

Im Lebengeschäft hätten die unsicheren Kapitalmärkte und die tiefen Zinsen den Absatz von Vorsorgeprodukten erschwert, so die Axa Winterthur. Immerhin nahm das Geschäftsvolumen im Bereich Einzelleben nur um 0,4 Prozent auf 738 Millionen Franken ab, während im Kollektivleben ein Minus von 4,8 Prozent auf 5,03 Milliarden hingenommen werden musste. Letzteres sei insbesondere auf tiefere Einmaleinlagen bei der Vollversicherungslösung zurückzuführen. Das operative Ergebnis Einzelleben sank um 6,1 Prozent auf 110 Millionen und jenes im Kollektivleben um 0,9 Prozent auf 65 Millionen.

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Märkte unvorhersehbar

Die Entwicklung der Märkte bleibe unvorhersehbar, heisst es beim Blick in die Zukunft. «Während der letzten Monate haben wir unsere Währungsabsicherungsstrategie deshalb nochmals optimiert und sowohl einen hohen Anteil der Fremdwährungsbestände sehr langfristig abgesichert, als auch die Absicherungsinstrumente weiter diversifiziert», betont Perretta. «So sind wir für alle möglichen Szenarien so gut wie möglich vorbereitet.»

(awp/me)