Europas zweitgrösster Versicherer Axa ist dank höheren Preisen bei Schaden- und Unfallversicherungen mit einem Umsatzplus ins laufende Jahr gestartet.

Die Einnahmen seien im ersten Quartal um knapp zwei Prozent auf 28,06 Milliarden Euro geklettert, teilte der Allianz-Konkurrent in Paris mit. Die Prämien im Schaden- und Unfallbereich legten um knapp fünf Prozent auf 9,97 Millarden Euro zu. Die Franzosen profitierten dabei vor allem von höheren Preisen.

Beim Verkauf von Lebensversicherungen und Altersvorsorgeprodukten stagnierte der Erlös dagegen bei knapp 16 Milliarden Euro. Axa-Vorstandsmitglied Denis Duverne begründete dies damit, dass in diesem Segment Neugeschäft nicht mehr zu jedem Preis abgeschlossen werden soll. «Unsere Ausrichtung, sich vor allem auf profitables Geschäft zu konzentrieren, trägt die ersten Früchte», sagte er. Die Marge im Neugeschäft sei trotz des anhaltend niedrigen Zinsumfelds auf 25 Prozent gestiegen.

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In der Vermögensverwaltung kämpft die Axa weiter damit, dass Kunden Geld abziehen. Mit etwas mehr als fünf Milliarden Euro lag der Wert allerdings deutlich unter dem des ersten Quartals 2011.

Axa Winterthur auf Kurs

Derweil hat der zum Axa-Konzern gehörende Versicherer Axa Winterthur im ersten Quartal 2012 eine stabile Entwicklung verzeichnet. Das Prämienvolumen stieg gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 0,2 Prozent auf 7,44 Milliarden Franken. Das Lebensversicherungsgeschäft trug dabei mit 4,75 Milliarden (-0,1 Prozent) minim weniger bei. In der Schadenversicherung nahm das Prämienvolumen indessen um 0,8 Prozent auf 2,68 Milliarden Franken zu, teilte der Versicherer am Freitag mit.

Im Lebengeschäft ging das Prämienvolumen im Bereich Kollektivleben um 0,4 Prozent auf 4,43 Milliarden Franken zurück. Rückläufig war auch das Neugeschäft (APE) im Kollektivleben mit 211 Millionen Franken (-9,1 Prozent). Im Einzelleben-Segment stieg das Geschäftsvolumen indessen um 4,1 Prozent auf 322 Millionen Franken, das Neugeschäft nahm um 4,3 Prozent auf 32 Millionen zu.

Die leicht rückläufige Entwicklung im Lebengeschäft nach dem Rekordjahr 2011 wird vom Management vor allem auf die anhaltend angespannte Stimmung an den Finanzmärkten sowie auf das Tiefzinsumfeld zurückgeführt.

«Durch die ungünstige Kapitalmarktentwicklung können viele Kunden, die gerne zu uns in die Vollversicherungslösung wechseln würden, diesen Schritt nicht vollziehen. Sie müssten ihre aktuelle Unterdeckung zuerst ausfinanzieren. So finden weniger Wechsel in eine neue Vorsorgeeinrichtung statt, was sich auf das Neugeschäft auswirkt», wird AXA-Winterthur-CEO Philippe Egger in der Mitteilung zitiert.

(muv/chb/awp)