Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner schliesst einen Kauf des Internetportals T-Online aus. «Eine Übernahme von T-Online ist sehr unwahrscheinlich», sagte Döpfner der «Süddeutschen Zeitung» laut Vorabbericht. Der Konzern galt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für den Kauf des Portals, das bislang noch der Deutschen Telekom gehört.

In der vergangenen Woche hatte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom, erstmals öffentlich eingeräumt, dass das Portal zum Verkauf stehe. Der Konzern habe bereits Gespräche mit möglichen Interessenten aufgenommen, sagte er auf der Hauptversammlung in Köln. Das Geschäft hinter der Internetseite, auf dem man Neuigkeiten lesen, sich aber auch für einen E-Mail-Dienst einloggen kann, habe sich überlebt.

«Uns interessiert der englische Sprachraum»

Döpfner stellte jedoch klar, mit anderen Übernahmen zu liebäugeln. «Unsere Prioritäten sind andere», sagte er. «Uns interessiert derzeit besonders der englische Sprachraum.» Der Konzern schaue sich viele Unternehmen an.

(reuters/gku)