Der Umsatz von Springer stieg im ersten Halbjahr auf 1,53 Milliarden Euro, wie das Verlagshaus mitteilt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um rund zehn Prozent auf knapp 289 Millionen Euro. Dagegen gab der Konzernüberschuss um elf Prozent auf etwa 151 Millionen Euro nach. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebitda in Höhe von 275 Millionen Euro gerechnet.

Beim Umsatz lag Springer im Rahmen der Erwartungen. Für das laufende Gesamtjahr peilt der «Bild»- und «Welt»-Herausgeber weiterhin ein Umsatzplus im einstelligen sowie ein Ebitda-Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich an.

«Axel Springers digitale und internationale Aktivitäten sind nicht nur die Wachstumstreiber, sondern tragen mittlerweile auch nahezu 40 Prozent zum operativen Ergebnis bei», sagte Springer-Chef Mathias Döpfner. Ziel des Unternehmens ist es, sich unabhängiger von den Entwicklungen auf dem deutschen Printmarkt zu machen. Dafür baut Springer sukzessive sein digitales Geschäft und seine Auslandsaktivitäten aus.

So engagierte sich das Unternehmen zuletzt über die neu erworbene französische Tochter Seloger an dem asiatischen Immobilienportal Ipga und kaufte ein weiteres Frauenportal in Grossbritannien.

Auch die Konsolidierung des in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Schweizer Verlagshaus Ringier gebündelten Osteuropa-Geschäfts trug zum guten Unternehmensergebnis bei.

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In der Schweiz ist Axel Springer unter anderem Herausgeber von «Handelszeitung», «BILANZ», «Stocks» «Beobachter» sowie der Programmzeitschrift «Tele».

(cms/sda)