Digitale Rubrikenanzeigen werden zum Erlösmotor für Axel Springer. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes und 70 Prozent des operativen Gewinns entfielen beim deutschen Konzern («Bild», «Die Welt», «Handelszeitung») im ersten Quartal 2015 auf die digitalen Aktivitäten. Den stärksten Zuwachs verzeichneten dabei erneut die Rubrikenangebote wie Stellenanzeigen oder Immobilieninserate, wie Axel Springer am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Der Konzernumsatz stieg um 12,7 Prozent auf 780,6 Millionen Euro, der operative Gewinn (EBITDA) legte nur leicht um 1,2 Prozent auf 119,8 Millionen Euro zu. Der Konzernüberschuss ging um 34,4 Prozent auf 43 Millionen Euro zurück. Das höhere Vorjahresergebnis ging vor allem auf einmalige Erträge aus Anteilverkäufen zurück.

Hälfte der Umsätze ausserhalb Deutschlands

Durch die Internationalisierung des digitalen Geschäfts erwirtschafte Springer bereits rund die Hälfte des Umsatzes ausserhalb Deutschlands, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner. Die Erlöse bei den Rubriken legten um 58,5 Prozent auf 176,2 Millionen Euro zu, der operative Gewinn (EBITDA) stieg dabei um fast 47 Prozent auf knapp 71 Millionen Euro.

Bei den Bezahlangeboten blieben die Umsätze mit 348,7 Millionen Euro nahezu stabil. «Bild« erreichte in Deutschland mehr als 260'000 digitale Abonnenten, bei der «Welt» waren es 64'000. Die Schicksalsfrage der Branche sei nicht mehr, wie die Papierauflage zu verteidigen sei, sondern wie man mit Journalismus im Netz Geld verdienen könne, sagte Döpfner.

(sda/me)