Der Stromkonzern Axpo setzt im Zuge der Energiewende unter anderem auf Windkraftwerke im Ausland. Mit dem Kauf zweier Windparks in Nordfrankreich hat das Unternehmen nun diese Strategie fortgeführt. Die beiden Anlagen seien bereits in Betrieb, teilte Axpo mit.

Daher würden Entwicklungs- und Baurisiken entfallen. Zum Kaufpreis machte der Konzern keine Angaben. Mitgeteilt wurde jedoch, dass die beiden Anlagen insgesamt 56 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspreche dem Stromverbrauch von 12'000 Haushalten.

Die beiden Windparks befänden sich in Gegenden mit zuverlässigem Windaufkommen. Eine der beiden Anlagen sei bereits seit zwei Jahren in Betrieb und liege nahe der Stadt Amiens, rund 30 Kilometer von der nördlichen Küste entfernt. Der andere Windpark sei in diesem Jahr eröffnet worden und liege in der Region Champagne-Ardenne rund 100 Kilometer östlich von Paris.

Hinter der Konkurrenz

Ende Juli hatte die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) in einer Studie aufgezeigt, dass die Axpo hinsichtlich der Umstellung auf erneuerbare Energien hinter der Konkurrenz zurückliege. Bei der Axpo erfolge die Energiewende sogar nur hinter dem Komma, schrieb die Energie-Stiftung: Im Vergleich zum Vorjahr sei der Anteil neuer erneuerbarer Energien von 0,36 auf 0,76 Prozent angestiegen.

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Mit dem Begriff «neue erneuerbare Energien» bezeichnete die Energie-Stiftung etwa Strom aus Sonne, Biomasse, Geothermie und Wind. Nicht in diese Kategorie fiel die Wasserkraft, da das diesbezügliche Potenzial in der Schweiz der Stiftung zufolge schon ausgeschöpft sei. Axpo ist der grösste Anbieter von Strom aus Wasserkraft in der Schweiz.

Grösste Produzentin erneuerbarer Energie

In einer Stellungnahme verwies die Axpo denn auch darauf, dass sie die mit Abstand grösste Produzentin von erneuerbarer Energie in der Schweiz sei. Zudem hat die Axpo Anfang letzten Jahres mitgeteilt, dass man jährlich etwas mehr als eine Terrawattstunde Strom aus alternativen Energieträgern wie Photovoltaik, Wind oder Geothermie produzieren wolle. Auf Windparks im Ausland setzt Axpo, da es in der Schweiz nur punktuell geeignete Standorte gebe.

(sda/rcv/jev)