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AZ Medien und NZZ streichen 200 Jobs bei CH Media

Zeitungen der AZ Medien und der NZZ Mediengruppe liegen auf einem Tisch, am Mittwoch, 1. November 2017, in Zuerich. Die Regionalmedien der NZZ-Gruppe sowie deren Online-Portale sollen in ein gemeinsames Joint Venture mit den AZ Medien eingefuehrt werden. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Einige Titel des Joint-Ventures: Einige Mitarbeiter müssen mit der Kündigung rechnen.Quelle: © KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Beim gemeinsamen Unternehmen der beiden Medienhäuser fallen 200 Vollzeitstellen weg. Es wird zu Kündigungen kommen.

Veröffentlicht am 15.11.2018

Die CH Media, das Joint Venture zwischen AZ Medien und der NZZ-Mediengruppe, plant einen Abbau von 200 Vollzeitstellen. Damit will das Medienhaus in den kommenden zwei Jahren die Kosten um 10 Prozent oder 45 Millionen Franken reduzieren. Betroffen von den Massnahmen seien alle Bereiche der Unternehmens. Ziel sei die Effizienzsteigerung im gesamten Unternehmen, um die Zukunftsfähigkeit von CH Media zu sichern, teilte das Medienunternehmen am Donnerstag mit.

Das Medienhaus beschäftigt derzeit rund 2200 Mitarbeitende. Ein Teil des Stellenabbaus solle durch Fluktuation erreicht werden. Es werde aber zu Kündigungen kommen. Über Einzelheiten zum Stellenabbau macht CH Media derzeit keine Angaben. Alle Massnahmen würden so sozialverträglich wie möglich umgesetzt, hiess es.

Sozialplan vorgesehen

CH Media setze alles daran, die betroffenen Mitarbeitenden bei einer beruflichen Neuorientierung zu unterstützen. Ein Sozialplan werde zur Anwendung kommen. Das Medienunternehmen ist seit Anfang Oktober operativ tätig. An der neuen Aktiengesellschaft sind die AZ Medien und die NZZ-Regionalmedien zu gleichen Teilen beteiligt. Mit 480 Millionen Franken Umsatz und mehr als 2000 Mitarbeitenden erreicht das neue Medienunternehmen rund zwei Millionen Menschen.

Zu CH Media gehören neben den Regionalzeitungen auch Onlineportale, Radio- und TV-Stationen sowie Zeitschriften. Ins neue Unternehmen reihen sich alle Einheiten der AZ Medien ein – mit Ausnahme des Onlineportals Watson. Die NZZ-Mediengruppe integrierte ihr gesamtes Regionalmediengeschäft in CH Media. Auch die Druckereien der beiden Unternehmen sind Teil davon. Nicht Bestandteil sind die Geschäftsbereiche NZZ Medien und Business Medien der NZZ-Mediengruppe sowie die konzessionierten Radio- und TV-Sender beider Unternehmen.

(sda/mbü/ise)

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