Das Rennen um die rund zehn Milliarden Dollar schwere Übernahme der Babynahrungssparte des US-Pharmariesen Pfizer läuft auf einen Zweikampf hinaus. Der französische Lebensmittelkonzern Danone schliesst sich mit dem US-Rivalen Mead Johnson zusammen, um in der nächsten Bieterrunde Anfang März gemeinsam gegen den Schweizer Konkurrenten Nestlé anzutreten.

Wie aus Verhandlungskreisen rund um Danone und Mead Johnson am Freitag hervorging, wollen die beiden Unternehmen so ihre finanzielle Schlagkraft in dem Übernahmekampf stärken und Wettbewerbshürden leichter aus dem Weg räumen. Experten sehen aber dennoch Nestlé in der Favoritenrolle: Der weltweit grösste Hersteller von Lebensmitteln sei finanzstärker und als Einzelbieter für Pfizer ein besserer Verhandlungspartner.

Nach der 68 Milliarden Dollar schweren Übernahme seines heimischen Rivalen Wyeth im Jahr 2009 hatte Pfizer angekündigt, sich wieder stärker auf sein Pharma-Kerngeschäft konzentrieren zu wollen. Seine Babynahrungssparte stellte Pfizer dann im Juli 2011 zum Verkauf.

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Pfizers Babynahrungssparte mit der Marke SMA Gold gilt als wachstumsstark und erwirtschaftet jährliche Umsätze von rund 2,1 Milliarden Dollar. Allein 60 Prozent davon kommen aus Asien. Für die übernahmewilligen Konkurrenten ist insbesondere das China-Geschäft interessant: Der schnell wachsende chinesische Markt für Babynahrung ist dank jährlich rund 16 Millionen Neugeborenen derzeit sechs Milliarden Dollar schwer und soll sich bis 2016 verdoppeln.

(muv/laf/sda)