Das Biochemie-Unternehmen Bachem hat im ersten Halbjahr 2015 den Umsatz klar gesteigert und setzt damit seinen Wachstumskurs fort. Weniger deutlich zogen die Gewinnziffern an, wobei das Unternehmen im Vorjahr von einem Einmaleffekt profitiert hatte. Im Ausblick auf das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich.

Der Umsatz stieg von Januar bis Juni um 14,8 Prozent auf 99,6 Millionen Franken, entsprechend einem Plus in Lokalwährungen von 15 Prozent. Damit habe man sich erfolgreich in einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld behauptet, teilte Bachem mit. Die Ende März akquirierte American Peptide Company (APC) steuerte 2 Millionen Franken bei. Damit habe man - in Lokalwährungen gerechnet - den höchsten Semesterumsatz seit Gründung des Unternehmens erzielt.

Tiefere Marge

Der Ebit stieg um 7,1 Prozent auf 17,6 Millionen Franken, die Marge sank hingegen um 1,2 Prozentpunkte auf 17,7 Prozent. Im den Vorjahreszahlen war allerdings ein Verkaufsgewinn von 2,0 Millionen Franken aus der Veräusserung einer Produktlinie enthalten. Unter Ausklammerung dieses Effekts nahm der Ebit um rund 22 Prozent zu. Der Reingewinn verbesserte sich schliesslich um 1,6 Prozent auf 12,6 Millionen.

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Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten beim Umsatz übertroffen, punkto Reingewinn lagen sie aber etwas darunter.

Die Kosten der verkauften Produkte lagen bei 66,8 Prozent des Umsatzes, woraus sich eine Bruttogewinnmarge von 33,2 Prozent errechnen lässt. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Bachem führt den Anstieg auf eine hohe Auslastung und einen vorteilhaften Produkte-Mix zurück.

Glanzstück NCE-Geschäft

Die Generika-Umsätze legten nach Angaben von Bachem mit 49,3 Millionen Franken in Lokalwährungen um 9 Prozent zu. Deutlich besser habe sich insbesondere die Marktregion USA entwickelt - aber auch in Europa seien die Verkäufe gestiegen. Aufgrund der aktuellen Auftragssituation rechnet Bachem in 2015 mit insgesamt höheren Generika-Verkäufen.

Im Geschäftsbereich Forschungschemikalien habe sich der Umsatz «sehr gut» entwickelt, heisst es weiter. Die Katalogprodukte und Kundensynthesen hätten nochmals zugelegt und die von APC übernommenen Aktivitäten festigten Bachems Position im globalen Wettbewerb.

Das Glanzstück war das Geschäft mit den patentierten Substanzen, den New Chemical Entities (NCEs). Hier wurde ein Umsatzwachstum von 22 Prozent in lokalen Währungen erzielt. Dabei seien die Verkäufe nach den USA deutlich ausgeweitet worden, während die Region Europa leicht unter dem Vorjahresresultat zurückblieben sei. Das Management erwartet jedoch, dass der Rückstand in Europa in der zweiten Jahreshälfte mehr als aufgeholt werden kann.

Zuversichtlicher Ausblick

Der schwungvolle Einstieg in das erste Halbjahr sowie die aktuelle Auftragssituation und Marktentwicklung liessen ein «sehr gutes» Geschäftsjahr 2015 erwarten, so Bachem abschliessend. So rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum in lokalen Währungen von rund 10 Prozent sowie einer weiteren Verbesserung der Profitabilität.

Diese Angaben gälten inklusive der akquirierten APC. Derer Integration sei "auf Kurs", heisst es. Damit hat Bachem die geltenden Ziele bestätigt.

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(awp/dbe)