Der Backwaren-Konzern Aryzta hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 weniger Umsatz erzielt und ist überraschend auch organisch geschrumpft. Der Umsatz nahm in der Periode von August bis Oktober 2016 um 3,3 Prozent auf 962,3 Millionen Euro ab; dabei stammen -2,2 Prozent aus Devestitionen, während das organische Wachstum bei -1,2 Prozent lag, wie das Unternehmen mitteilt. Im vorangegangenen Quartal hatte die Gesellschaft noch ein organisches Wachstum von +0,8 Prozent ausgewiesen.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Aryzta die Schätzungen der Analysten (awp-Konsens) verfehlt. Geschätzt wurde ein Umsatz von 973,4 Millionen Euro sowie ein organisches Wachstum von +0,4 Prozent.

Timing ist schuld

Verantwortlich für das negative Wachstum war das Nordamerika-Geschäft. Dort ging der Umsatz um 7,5 Prozent auf 462,5 Millionen Euro zurück, wobei organisch -4,7 Prozent resultierten. In Europa war der Umsatz mit -1,4 Prozent zwar ebenfalls rückläufig; organisch nahm er hingegen zu (+1,4 Prozent). Nur im «Rest der Welt», der allerdings lediglich nur knapp 7 Prozent des Geschäftes ausmacht, legte Aryzta deutlich zu (+21 Prozent; organisch +9,7 Prozent).

Die Entwicklung des Geschäfts sei im Rahmen der eigenen Erwartungen ausgefallen, lässt sich CEO Owen Killian in der Mitteilung zitieren. Er begründet das schwächere organische Resultat mit Vertragserneuerungen und dem «Timing» von neuen Aufträgen.

Etwas günstigere Pläne

Die Guidance für das Gesamtjahr wird bestätigt. Somit bleibt es beim Ziel, einen Free Cashflow in der Grössenordnung von 225 bis 275 Millionen Euro sowie einen (bereinigten) Gewinn für das Gesamtjahr 2016/17 im Rahmen des Konsenses bei 358 Cent pro Aktie zu erreichen.

Die Pläne für die Refinanzierung seien ausserdem auf Kurs, schreibt die Gesellschaft weiter. Präzisiert werden dabei die erwarteten Finanzkosten für das Gesamtjahr. Diese würden im Bereich von 80 bis 95 Millionen Euro zu liegen kommen (bislang: 80-105 Millionen).

(awp/jfr/chb)

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