Gleich mit drei Neuheiten verrät ein Schweizer Unternehmen raumgestalterische Kompetenz und zeigt, was heute technisch und gestalterisch in der «Nasszelle» möglich ist: Die «Palomba Collection» von Laufen ist eine Waschtischserie, die virtuos mit Grenzwertigem spielt und Geometrie sowie Organisches liebevoll in Keramik abbildet. Entworfen wurde sie vom Designteam Roberto und Ludovica Palomba, das für eine architektonisch orientierte Note des italienischen Designs steht.

Für Roberto Palomba stand bei diesem Konzept das Meer Pate. Das wird besonders deutlich bei den beiden asymmetrischen Waschtischen aus der sechsteiligen Kollektion: Eine plane Keramikoberfläche fasst ein organisch geformtes Becken beinahe wie eine Lagune. Randlos gefüllt, entstehen so fliessende Übergänge zwischen Festem und Flüssigem: Das Becken geht hartkantig, aber organisch völlig in der Waschtischoberfläche auf. Palomba umschreibt das mit dem Ausdruck «fingerprint of nature», Fingerabdruck der Natur. Solche Formen sind für den Werkstoff Keramik recht ungewöhnlich und stellten die Keramikingenieure vor hohe technische Herausforderungen. Denn ein Waschtischpaneel, das in rechten Winkeln ausgeführt ist und wie eine vor der Wand schwebende Tischplatte wirkt, ist mit dem Werkstoff Keramik nur sehr schwer zu realisieren.

Weniger ist mehr Bad

Die Waschtischschalen gehen im Stil einen ähnlichen Weg: Ein Kubus wird verrundet als Symbol für die höhlende Wirkung des Wassers. Die Wandungen der Schale sind in ihrer Stärke konstant. Es entsteht eine geometrische Kunstform, die vielseitig kombinierbar ist. Wahlweise formal gelöst von der Armatur (für Zapfventile aus der Wand) oder mit Armaturenbank. Sowohl ein Waschtisch als auch eine Waschtischschale wurden jeweils mit den begehrten Designpreisen «design plus» und «red dot award» ausgezeichnet. Natürlich gehört auch ein klar strukturiertes Programm aus Möbeln, Spiegeln und Leuchten zur Serie, die sich als Bausteinangebot für hochwertige Innenarchitektur versteht.

Klarheit und Harmonie

Mit der neuen Badezimmerserie «Form by Laufen» bekennt sich der Schweizer Badspezialist zur Tradition der Klassischen Moderne. «Weniger ist mehr» war das Postulat von Bauhaus-Ikone Ludwig Mies van der Rohe. In diesem Geiste präsentierte sich das Unternehmen folgerichtig mit einem Badezimmer im Weltausstellungs-Pavillon in Barcelona zu einem Foto Shooting. Ergebnis: Die Keramik aus dem 21. Jahrhundert harmoniert perfekt mit der Bau-haus-Architektur aus den 1930er-Jahren.

Im Badezimmer herrschen Klarheit und Harmonie, hier findet der Mensch Ruhe und Entspannung Werte des wahren Luxus. Form entstand im Dialog zwischen Laufen und den Profis von Phoenix Design, Stuttgart: Ganz im Sinne der Bauhaus-Tradition harmonieren Form und Funktion. Ein Beispiel dafür ist der schneidbare Waschtisch, der sich massgenau in architektonisch geplante Grundrisse, in Nischen und Winkel einfügen lässt. Das eigentliche Waschbecken tritt ausladend rechtwinklig aus dem Keramikblock hervor beschreibt aber sanfte Radien bei immer gleich starker Wandung. Kantiges und Rundes schafft so Spannungsfelder: Das Charakteristikum der Serie. Das reine Weiss der Keramik ist vielfältig kombinierbar: Beispielsweise mit dem verchromten Stahl eines Reling-Untergestells, das sich durch Werkstein-Regalböden erweitern lässt. Der Einsatz verschiedener Werkstoffe lässt so die visuelle und haptische Neuerkundung der Badezimmerwelt zu. Das Sortiment besteht aus 28 Teilen mit ihnen lässt sich die ganze Palette der keramischen Badausstattung abdecken. Neben dem schneidbaren Waschtisch in drei verschiedenen Breiten gibt es Waschbecken in vier Grössen, ein Handwaschbecken sowie WCs und Bidets. Ein komplettes Badewannensortiment (Eck- und Wandmodelle) aus Sanitär-Acryl und zwei passende Möbelprogramme ergänzen schliesslich die Badserie.