Die Bâloise hat im ersten Halbjahr 2015 einen gegenüber der sehr starken Vorjahresperiode klar tieferen Gewinn ausgewiesen. Der Gewinn ging auf 249 Millionen Franken zurück, nachdem er im Halbjahr 2014 unter anderem dank positiven Effekten aus Zinsabsicherungsgeschäften um 40 Prozent auf 350 Millionen in die Höhe geklettert war.

Das Geschäftsvolumen im fortgeführten Geschäft sank leicht auf 5,62 Milliarden Franken (VJ 5,73 Milliarden), wobei die Gruppe währungsbereinigt um 3,9 Prozent gewachsen wäre.

Besserer Schaden-Kostensatz

Wie die Bâloise am Donnerstag mitteilt, verbesserte sich in der Nichtlebenversicherung der Schaden-Kostensatz (Combined Ratio) netto um 0,9 Prozentpunkte auf 92,3 Prozent.

Als Gründe für die Verbesserung nennt die Bâloise tiefere Kosten und einmal mehr ein günstiges Schadenumfeld. Im Lebengeschäft erzielte die Bâloise dank des Schweizer Kollektivlebengeschäfts ein Wachstum von 3,3 Prozent in Lokalwährungen. Die modernen Produkte der Prämien mit Anlagecharakter wuchsen auf Gruppenebene mit knapp 15 Prozent.

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Weniger Eigenkapital

In der Bilanz weist die Bâloise ein Eigenkapital in der Höhe von 5,20 Milliarden Franken aus nach 5,83 Milliarden zum Jahresende 2014. Mit den Kapitalanlagen wurde eine nicht annualisierte Nettorendite von 1,6 Prozent (VJ 2,0 Prozent) erzielt, so die Mitteilung.

Mit dem Gewinn hat Bâloise die Erwartungen der Analysten übertroffen. Durchschnittlich (AWP-Konsens) wurden der Konzerngewinn bei 239 Millionen Franken und die Combined Ratio bei 92,5 Prozent erwartet. Das Eigenkapital hatten die Analysten allerdings bei hohen 5,70 Milliarden erwartet.

Im Rahmen der Erwartungen

«Das Ergebnis liegt im erwarteten Rahmen, insbesondere die Profitabilität im Nichtlebengeschäft hat sich stark verbessert», wird der im Frühling 2016 abtretende CEO Martin Strobel in der Mitteilung zitiert wird.

Die Gruppe verfüge dank der starken Kapitalisierung über eine solide Geschäftsgrundlage für die Zukunft. Strobel sieht zudem die Bâloise im laufenden Jahr mit dem Ziel, eine Eigenkapitalrendite von 8 bis 12 Prozent zu erzielen, auf Kurs.

(awp/ise)