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Bâloise: Solide Haljahreszahlen erwartet

Analysten erwarten von der Bâloise solide Halbjahresresultate. (Bild: Keystone)

Analysten erwarten von der Bâloise solide Halbjahresresultate, nachdem das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2011 noch stark von ausserordentlichen Faktoren wie Abschreibungen auf Aktien und griechischen S

Veröffentlicht am 30.08.2012

Analysten erwarten von der Bâloise solide Halbjahresresultate, nachdem das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2011 noch stark von ausserordentlichen Faktoren wie Abschreibungen auf Aktien und griechischen Staatsanleihen oder die Bildung von Rückstellungen in der Lebensparte aufgrund des anhaltenden Tiefzinsumfeldes. Doch verglichen mit der Vorjahresperiode sei mit tieferen Ergebnissen zu rechnen.

Schliesslich werde auch die Bâloise-Rechnung in der ersten Jahreshälfte von einer Reihe von Naturerreignissen belastet, etwa von Hagel- und Sturmunwetter. Somit werde - verglichen mit der Vorjahrjahresperiode - sowohl die Combined Ratio als auch der Betriebsgewinn schlechter ausfallen und das Lebengeschäft leide nach wie vor unter den tiefen Zinsen, heisst es in einem Analysten-Kommentar.

Ziele

Im April erklärte Verwaltungsratspräsident Andreas Burckhardt in der Wochenendpresse, dass die Bâloise ein neues Sparprogramm vorbereite und dieses im März 2013 vorstellen will. Dabei werde das Ziel einer Kapitalrendite (ROE) von 15 Prozent nach unten revidiert. Das Renditeziel sei im aktuellen Tiefzinsumfeld nicht mehr erreichbar. Mit dem laufenden Sparprogramm hatte die Bâloise bis im Frühjahr bereits eine Ergebnisverbesserung von 150 Millionen der angestrebten 200 Millionen Franken erreicht.

An der Bilanzmedienkonferenz im März erklärte CEO Martin Strobel, dass der Fokus auf dem Kerngeschäft gelegt werde, wo eine Combined Ratio von «deutlich unter 100 Prozent» und in der Lebensversicherung eine Neugeschäftsmarge von mindestens 10 Prozent resultieren soll. Zudem will der Versicherer den Aktionären eine «attraktive» Ausschüttung bieten.

Pro Memoria

Per Ende Juni hat die Bâloise in seinem grössten Auslandsmarkt Deutschland die Entflechtung der konfliktreichen Zwangsgemeinschaft zwischen den beiden Deutsche-Ring-Töchter (DR Sach/Leben) mit dem zum Signal-Iduna-Verbund gehörenden Genossenschaftsversicherer DR Kranken abgeschlossen. Die letzten vier Abteilungen der Unternehmen sind getrennt worden.

Signal Iduna und Bâloise hatten bereits im Juni 2010 einen Entflechtungsvertrag für die Deutscher Ring-Gesellschaften unterzeichnet. Dieser Vertrag regelte die Trennung der drei Einheiten insbesondere mit Blick auf die Themen Personal, Informatik, Prozesse und Betriebsmittel. Die Trennung der Vertriebe und gemeinsamen Beteiligungen wurde bereits im Jahr 2010 abgeschlossen.

In Belgien tritt die Bâloise ab 2013 neu unter dem Markennamen Baloise Insurance auf. Die Einführung des neuen Namens steht im Zusammenhang mit der Integration der im Jahr 2011 zugekauften belgischen Gesellschaften Avéro und Nateus in die Mercator-Gruppe. Ausserdem sollen mit dem neuen Namen die weiteren Wachstumsambitionen bekräftigt werden.

Die Bâloise-Gruppe hat im Rechnungsjahr 2011 im Kollektivlebengeschäft der Basler Versicherungen trotz rückläufiger Kapitalerträge Gesamteinnahmen im Rahmen des Vorjahres erwirtschaftet. Diese beliefen sich auf 2,48 Milliarden Franken nach 2,51 Milliarden Franken im Vorjahr. Auch die Prämieneinnahmen blieben mit 2,18 Milliarden Franken (-0,6 Prozent) praktisch unverändert. Das Betriebsergebnis fiel allerdings um 70 Prozent auf 9,6 Millionen Franken zurück.

(aho/laf/awp)

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