Die Bâloise hat - wie Anfang August bereits angekündigt - den Gewinn im ersten Halbjahr deutlich gesteigert und auch einen klar verbesserten Schaden-Kosten-Satz erreicht. Der Gruppengewinn wuchs um 43 Prozent auf 350 Millionen Franken während sich die Combined Ratio (netto) auf 93,2 Prozent nach 94,5 Prozent in der Vorjahresperiode zurückbildete, wie Bâloise am Donnerstag mitteilt. Das Geschäftsvolumen stieg derweil um 6,9 Prozent auf 5,83 Milliarden Franken und die Bruttoprämieneinnahmen nach der IFRS-Rechnungslegung um 2,9 Prozent auf 4,92 Milliarden.

Bereits zu Beginn des Monats gab Bâloise im Rahmen einer «positiven Gewinnwarnung» bekannt, dass der Gewinn in den ersten sechs Monaten um 40 Prozent auf über 340 Millionen Franken geklettert ist und bei der Combined Ratio in der Nichtleben-Versicherung mit einem Wert von netto knapp über 93 Prozent gerechnet wird. In der Folge wurden auch die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt.

«Solide im grünen Bereich»

In der Bilanz weist Bâloise ein Eigenkapital in der Höhe von 5,30 Milliarden Franken aus, was im Vergleich zum Jahresende 2013 einem Anstieg um 7,9 Prozent entspricht. Mit den Kapitalanlagen wurde eine Nettorendite von 2,0 Prozent (im Vorjahr noch 1,7 Prozent) erzielt und die Solvenzrate kletterte auf hohe 316 Prozent nach 267 Prozent Ende 2013. Die Quote des Swiss Solvency Test (SST) sei derweil weiterhin «solide im grünen Bereich», so die Mitteilung.

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Mit den Zahlen, die noch nicht bekannt waren, hat Bâloise die Erwartungen der Analysten übertroffen. Durchschnittlich wurden die Bruttoprämien bei 4,75 Milliarden Franken und das Eigenkapital bei 5,20 Milliarden erwartet. Konzerngewinn und Combined Ratio sind in etwa in der kommunizierten Höhe und somit auch im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.

Gewinnsteigerung für attraktive Dividendenpraxis

CEO Martin Strobel zeigt sich in der Mitteilung erfreut darüber, dass die Gruppe wächst und der Gewinn stark gestiegen ist. Den Gewinnsprung habe die Gruppe dank guter Erträge aus dem Lebengeschäft, eines operativ soliden Nichtleben-Bereichs und profitablem Wachstum in den Kernmärkten geschafft. Dabei wurden im Lebengeschäft auch Gewinne auf den Zinsabsicherungsinstrumenten realisiert und im Nichtleben-Geschäft lag die Schadenlast in der Schweiz ausserordentlich tief.

Das «hervorragende» Semesterergebnis bekräftige die Bâloise in ihrer strategischen Ausrichtung, heisst es im Ausblick. Die Gruppe sei bestens aufgestellt, um die Zielsetzungen eines Schaden-Kostensatzes von 93 Prozent bis 96 Prozent, eine Neugeschäftsmarge von über 10 Prozent und einer Eigenkapitalrendite von 8 Prozent bis 12 Prozent zu erreichen. Die operative Stärke bilde die Grundlage zu einer attraktiven und verlässlichen Dividendenpraxis.

(awp/lur/me)