Die Bank of America zieht einen Schlussstrich unter ihr Engagement bei der China Construction Bank (CCB). Für rund 1,5 Milliarden US-Dollar will sie den verbliebenen Anteil von einem Prozent an der chinesischen Grossbank verkaufen, wie aus dem Angebot hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegt.

Die Bank of America war 2005 bei CCB eingestiegen und hielt zwischenzeitlich rund 20 Prozent der Aktien. Nach der Finanzkrise versilberte das Institut bereits in mehreren Schritten seine Anteile und steigt nun endgültig aus.

Weitere Banken bereits ausgestiegen

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Es war eine gute Investition der Amerikaner. Sie liessen sich die Anteile insgesamt rund 12 Milliarden Dollar kosten und kassierten durch die bisherigen Anteilsverkäufe und Dividenden mindestens 15 Milliarden Dollar. Zuvor hatten bereits andere internationale Grossbanken wie Goldman Sachs, HSBC und die Citigroup ihr Engagement bei chinesischen Finanzkonzernen abgebaut. Damit reagierten sie auch auf die strengeren Kapitalvorschriften (Basel III).

Der Preis für die verbliebenen 2 Milliarden CCB-Aktien liegt zwischen 5,63 und 5,81 Hongkong-Dollar pro Stück. Das entspricht einem Abschlag von bis zu 5,1 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag in Hongkong.

(awp/vst/aho)