Der harte Sparkurs zahlt sich für die Bank of America aus: Die amerikanische Grossbank hat im zweiten Quartal 2013 überraschend viel verdient. Im zweiten Quartal lag der Nettogewinn bei 3,57 Milliarden Dollar und damit 70 Prozent höher als vor einem Jahr, wie die zweitgrösste US-Bank mitteilte.

Die Konzerneinnahmen legten dagegen nur um 3 Prozent auf knapp 23 Milliarden Dollar zu. Im Tagesgeschäft tut sich das Geldhaus also immer noch schwer. Der Hypothekenbereich etwa, lange Zeit Sorgenkind Nummer eins, bleibt in den roten Zahlen. Dafür florierte zuletzt das Investmentbanking und hier insbesondere der Aktienhandel.

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Vorstandschef Brian Moynihan zeigte sich mit den Zahlen insgesamt zufrieden: «Wir machen mehr Geschäfte mit unseren Kunden und gewinnen in allen Bereichen an Fahrt.»

Belegschaft schrumpft

Mit ihrer Zwischenbilanz setzte die Bank of America die starke Berichtssaison der amerikanischen Geldhäuser fort. Denn zuletzt hatten schon JP Morgan, Citigroup und die Investmentbank Goldman Sachs mit unerwartet starken Zuwächsen geglänzt. Sie alle haben die Finanzkrise aber viel schneller hinter sich gelassen als die Bank of America, die noch lange mit dem Abbau von Altlasten beschäftigt war.

Moynihan, seit 2010 im Amt, hat Kostensenkungen zur obersten Priorität erklärt, um das Institut wieder in die Spur zu bekommen. 8 Milliarden Dollar will er jährlich rausholen - und sieht sich dabei auf Kurs. Wie bei vielen anderen Grossbanken gehört dazu auch, dass die Belegschaft schrumpft.

(tno/aho/sda)